Das Lichtspektrum

Die Erdatmosphäre lässt sichtbare, ultraviolette und infrarote Strahlung durch und ermöglicht damit organisches Leben. Das Lichtspektrum – der kleine Bereich innerhalb der elektromagnetischen Strahlung, für die das Auge empfindlich ist – reicht von 380 Nanometer (violettes Licht) bis 780 nm (rotes Licht).

Isaac Newton entdeckte, dass weißes Sonnenlicht fünf Farben enthält: Violett, Blau, Grün, Gelb und Rot. Sein Versuch war ebenso einfach wie genial: Richtet man ein enges Lichtbündel auf ein Glasprisma und projiziert die austretenden Strahlen auf eine weiße Fläche, so wird das farbige Lichtspektrum sichtbar. Es entspricht den Farben des Regenbogens.

In einem zweiten Versuch richtete Newton die farbigen Strahlen auf ein zweites Prisma, aus dem dann wieder weißes Licht austrat. Das war der Beweis, dass weißes Sonnenlicht die Summe aller Farben des Spektrums ist.

Jede Spektralfarbe entspricht dabei einer ganz bestimmten Wellenlänge. Dazwischen sind die Farbeindrücke fließend: von Blauviolett bis Orange.

Spektralfarben für farbechtes Sehen

Farben und farbige Gegenstände werden aber nur dann farbig wahrgenommen, wenn im Spektrum der Lichtquelle auch die entsprechenden Farben vorhanden sind. Das ist zum Beispiel bei der Sonne der Fall oder auch bei Halogenlampen, Leuchtstofflampen und LEDs mit sehr guten Farbwiedergabeeigenschaften.

Natriumdampf-Niederdrucklampen hingegen fehlen die Spektralfarben Rot, Blau und Grün. Deshalb erscheinen Gegenstände, die von diesen Lichtquellen beleuchtet werden, in monochromatischem gelben Licht. 

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