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FAQs zum Licht – Häufig gestellte Fragen

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FAQs zu Licht

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Licht ist der relativ kleine Bereich innerhalb der elektromagnetischen Strahlung, der für das menschliche Auge sichtbar ist. Das sichtbare Lichtspektrum reicht von 380 Nanometer (nm) bis etwa 780 nm. Diese elektromagnetische Strahlung besteht aus schwingenden Energieeinheiten (Quanten) und wird in Wellen von einer Lichtquelle gesendet. Die Zeit, die das Licht vom Ort der Entstehung bis ins Auge des Betrachters benötigt, ist die Lichtgeschwindigkeit. 

1850 entwickelte der französische Physiker Leon Foucault die sogenannte Drehspiegelmethode. Sie ermöglichte es, den präzisen Wert der Lichtgeschwindigkeit zu ermitteln: 2,98 x 108 m/s. Für die Berechnung der Lichtgeschwindigkeit im leeren Raum und in Luft wird allgemein der aufgerundete Wert von 3 x 108 m/s – also 300.000 Kilometer pro Sekunde – genutzt.

Wellenlänge und Frequenz des sichtbaren Lichts bestimmen die Farbwahrnehmung im menschlichen Auge. Zu jeder Wellenlänge gehört ein bestimmter Farbeindruck: Vom kurzwelligen Violett (ab ca. 380 Nanometer) über Blau, Blaugrün, Grün, Grüngelb, Gelb, Orange bis zum langwelligen Rot (bis ca. 780 nm) weist das Spektrum des Sonnenlichts einen kontinuierlichen Übergang auf. 

Der Farbeindruck, den einfarbiges Licht (auch: monochromatisches Licht) hervorruft, kennzeichnet die Spektralfarbe. Sie ist in jedem Farbton die intensivste Farbe mit der höchsten Sättigung.

Issac Newton entdeckte, dass weißes Sonnenlicht in Spektralfarben zerlegt werden kann. Das heißt: „Weißes Licht“ entsteht im physikalischen Sinne aus Anteilen aller Wellenlängen des Spektralbereichs – summiert also Farben, die im sichtbaren Teil der elektromagnetischen Strahlung vorhanden sind, zu „weißem Licht“.

Sonnenlicht ist die Kombination aller Farben seines Spektrums. Weißes Licht bei künstlichen Lichtquellen entsteht entweder durch Mischung von Licht unterschiedlicher Farben oder aber durch die Kombination von (blauer) Ultraviolett-Strahlung mit fluoreszierenden (gelben) Substanzen. Dieses Lumineszenzverfahren wird in der Regel auch eingesetzt für das weiße Licht von Leuchtstofflampen und LEDs.

Weißes Licht kann je nach Zusammensetzung und Wellenlänge der dominanten Spektralfarbe unterschiedliche Farbtöne annehmen. Hat das Licht einer Lampe einen hohen Anteil kurzwelliger Blauanteile im Spektrum, wird es als kühles Licht wahrgenommen. Je höher der Anteil langwelliger Spektralfarben im Licht einer Lampe, desto wärmer wirkt das Licht. Die Lichtfarbe einer Lampe wird als Farbtemperatur beschrieben. Deren Einheit ist Kelvin. Verbraucher können die Lichtfarbe einer Lampe von der Verpackung ablesen. Dabei gilt folgende Einteilung:
• Warmweiß: unter 3.300 Kelvin
• Neutralweiß: 3.300 bis 5.300 Kelvin
• Tageslichtweiß: über 5.300 Kelvin

Lux (Abkürzung: lx) ist die Maßeinheit für die Beleuchtungsstärke. Sie gibt an, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt. Einige Beispiele: Sonnenschein im Sommer erzeugt bis zu 100.000 Lux, an einem bedeckten Sommertag sind es noch rund 20.000 Lux und in einer Vollmond-Nacht 0,25 Lux. Eine normale Kerzenflamme erzeugt im Abstand von einem Meter zirka ein Lux. Gemessen wird auf horizontalen und vertikalen Flächen. Geräte zur Messung der Beleuchtungsstärke gibt es im Fachhandel.

Blendung entsteht durch zu hohe Leuchtdichte, also den Helligkeitseindruck einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche – und kann das Sehen erheblich erschweren. Blendung vermindert die Sehleistung und auch den Sehkomfort.   

Zu unterscheiden sind direkte Blendung und indirekte Blendung, auch Reflexblendung genannt. Neben zu hellen oder nicht richtig platzierten Lampen können zum Beispiel auch glänzende Oberflächen blenden (etwa Glasflächen oder Computerbildschirme). Blendlicht erzeugt im Auge ein Streulicht, das sich wie ein Schleier auf die Netzhaut legt (physiologische Blendung) und das Sehen beeinträchtigt. Schon leichte Spiegelungen werden als unangenehm empfunden und sollten vermieden werden. 

Vor Blendung schützen die korrekte 
• Abschirmung
• Anordnung
• Anbringung
• Ausrichtung
von Lampen beziehungsweise Leuchten.

FAQs zu Lampen und Lichtquellen

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Als elektrische Lichtquelle stand anfangs nur die fast 130 Jahre alte „Glühbirne” zur Verfügung. Sie befand sich in einem Beleuchtungskörper, der zunächst Lampe genannt wurde. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Vielfalt an Lichtquellen jedoch so zu, dass eine neue Definition erforderlich wurde: Seither heißt die Lichtquelle Lampe – und der gesamte Beleuchtungskörper, der die Lampe aufnimmt und elektrisch mit der Stromquelle verbindet, heißt Leuchte. Leuchten lenken und verteilen das Licht der Lampen. Bei der LED (Licht emittierende Diode) ist diese Unterscheidung weitgehend aufgehoben, da Lichterzeugung und Lichtlenkung in der Diode zusammengefasst sind.

Die EU hat beschlossen, Glühlampen schrittweise vom Markt zu nehmen (mehr Infos dazu im Licht-Special „Aus für die Glühlampe”. Der Grund: Glühlampen verbrauchen zu viel Strom. Nur fünf Prozent der eingesetzten Energie wandeln sie in Licht, den Rest geben sie als Wärme ab. Der Ausstieg aus der Glühlampen-Technik hat 2009 begonnen. Seit September 2012 müssen alle Glühlampen mindestens die Energie-Effizienzklasse C erreichen. Da keine Glühlampe diese Anforderung erfüllt, ist ihr Verkauf nicht mehr erlaubt. Ausgenommen sind besondere Lampen, etwa in Kraftfahrzeugen oder Kühlschränken. Für sie gelten wie auch für Glühlampen mit Reflektortechnik besondere Regelungen. Halogenlampen dürfen mit Einschränkungen weiter auf den Markt gebracht werden. Weitaus effizienter sind Energiesparlampen oder LEDs. Sie liefern hohe Lichtqualität und arbeiten wesentlich effizienter. 

Es gibt drei Alternativen zur Glühlampe: Energiesparlampen, LED-Lampen und Halogenlampen. Energiesparlampen sind Kompaktleuchtstofflampen, die rund 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als Glühlampen. LED-Lampen als direkter Ersatz mit Schraubsockel sind ebenso effizient und halten viele Tausend Stunden. Hochvolt-Halogenlampen 230 V liefern ein brillantes Licht und verbrauchen in der energieoptimierten Variante (Energy Save) mit Energieeffizienzklasse C etwa 30 Prozent weniger Strom als die Glühlampe. Sie sollten – auch wegen einer wesentlich kürzeren Lebensdauer als Energiespar- oder LED-Lampen – nur dort eingesetzt werden, wo kurze Brenndauern gewünscht sind oder brillantes Licht gefragt ist. Mehr Informationen zu den drei Alternativen gibt es im Glühlampen-Special von licht.de.

Einige Lampen, die ebenfalls vom Markt verschwinden sollen, werden fast ausschließlich in Industrie und Gewerbe verwendet. Dazu gehören etwa Hochdruckentladungslampen oder bestimmte Leuchtstofflampen. Für wenig effiziente Lampen hat die EU mit der Verordnung (EG) Nr. 245/2009 neue Effizienzkriterien festgelegt, die stufenweise in Kraft treten. Danach dürfen folgende Lampentypen nicht mehr auf den Markt gebracht werden:

  • Ineffiziente Natriumdampf-Hochdrucklampen (ab 2012)
  • Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (ab 2015)
  • Halogenlampen mit gerichtetem Licht unter Energieeffizienzklasse B (ab 2016)
  • Ineffiziente Halogen-Metalldampflampen (ab 2017)
  • Halogenlampen mit ungerichtetem Licht unter Energieeffizienzklasse B (2018/Ausnahmen: R7s und G9)

Auch für Betriebsgeräte und Leuchten für den tertiären Sektor gelten mit der EU-Verordnung 245/2009 neue Effizienzkriterien. Mehr Informationen zu diesem Thema liefert ein Leitfaden, der von den europäischen Lichtverbänden CELMA und ELC herausgegeben wurde. Auf www.licht.de gibt es den Leitfaden zum Download.

Um die entsprechende Helligkeit einer Glühlampe zu erzeugen, benötigen Energiesparlampen und LED-Lampen bis zu 80 Prozent weniger Energie. Nach dieser Faustformel gilt, dass eine 60-Watt-Glühbirne ausgetauscht werden könnte gegen:

• eine Energiesparlampe, 11 – 12 Watt (spart 80 % Energie),
• eine Hochvolt-Halogenlampe, ca. 42 Watt (spart ca. 30 % Energie),
• eine LED-Lampe, 8,5 Watt (spart mehr als 80 % Energie).

Das bedeutet auch: Ersetzt man eine alte 60-Watt-Lampe durch LED-Lampe mit 10 Watt, können bei einer Brenndauer von täglich sechs Stunden und einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde 27,38 Euro pro Jahr und Lampe eingespart werden.

Beim Kauf von Glühlampen genügte früher stets der Blick auf Form und Wattzahl, um den richtigen Ersatz zu finden. Das ist heute anders. Denn die Wattzahl gibt Auskunft darüber, wie viel Strom eine Lampe benötigt. Wer eine Glühlampe durch eine Ersatzlampe gleicher Helligkeit ersetzen möchte, achtet auf die Einheit Lumen (Kürzel: lm). Ebenfalls wichtig ist, dass die Ersatzlampe über eine ähnliche Lichtfarbe verfügt und eine vergleichbare Farbwiedergabe hat.
Für den Austausch einer 60-Watt-Glühlampe mit 710 Lumen kommen zum Beispiel folgende Lampen in Frage:

• Halogenlampen: 630 Lumen (= 42 Watt) oder 840 Lumen (= 53 Watt)
• Energiesparlampen: 630 Lumen (= 11 Watt) oder 850 Lumen (= 15 Watt)
• LED-Lampen: 470 Lumen (= 8 Watt), 650 Lumen (= 12 Watt) oder 806 Lumen (= 12 Watt)

Je nach Lumenwert ist das Licht der Austauschlampe also einen Ticken heller oder dunkler. Die Verpackung gibt Aufschluss über die jeweiligen Lampenwerte.

Ja, wenn die richtigen Modelle verwendet werden. Energiesparlampen sind in vielen verschiedenen Formen erhältlich. Achten Sie darauf, dass die ausgewählte Energiesparlampe zur jeweiligen Leuchte passt, also nicht herausblitzt. Ebenfalls wichtig ist die Lichtfarbe: Energiesparlampen gibt es heute mit ähnlich warmweißer Lichtfarbe wie Glühlampen. Achten Sie auf die Kennung 827: Die „8“ steht für gute Farbwiedergabe, die „27“ für 2.700 Kelvin. Warmweiße Energiesparlampen tragen auch die Bezeichnung „soft“.
Energiesparlampen sind bedingt durch ihre Bauweise immer matt, das minimiert die Gefahr von Blendung. Ist dagegen brillantes, direkt strahlendes Licht gefragt, wie etwa bei Kronleuchtern, sind Halogenlampen oder LEDs die bessere Wahl.

Gute Energiesparlampen erreichen heute im Schnitt bis zu 20.000 Schaltzyklen – sehr viel mehr als in der Regel im privaten Wohnbereich je abgefragt wird. Grundsätzlich gilt: Qualitativ hochwertige Lampen mit Vorheizfunktion sind schaltfest. Sie sind daran erkennbar, dass sie nach dem Einschalten leicht verzögert aufleuchten.
Generell gilt, dass sich eine Energiesparlampe umso schneller amortisiert, je mehr Energie sie spart – also, je länger sie eingeschaltet ist. So ist im Wohnbereich eine Energiesparlampe mit etwa 10.000 Schaltzyklen meist ausreichend, während zum Beispiel im Treppenhaus eines Mietshauses eher eine etwas teurere Energiesparlampe gewählt werden sollte, die schnell ihre maximale Helligkeit erreicht und mindestens 20.000 oder mehr Schaltzyklen erreicht. Die Anzahl der Schaltzyklen muss auf der Lampenverpackung angegeben sein.

Das Vorurteil, dass Energiesparlampen nicht gedimmt werden können, stammt noch aus ihren Anfangsjahren und gilt schon lange nicht mehr. Inzwischen gibt es dimmbare Energiesparlampen in vielen Leistungsklassen und nahezu allen Formen. Allerdings können Energiesparlampen meist nicht mit jedem Dimmertyp betrieben werden. Unproblematisch sind in der Regel sogenannte Phasenanschnittsdimmer, also ganz normale Dimmer. Damit lassen sich geeignete Energiesparlampen stufenlos dimmen. Einige Hersteller bieten auch Energiesparlampen an, deren Licht über den Schalter in mehreren Helligkeitsstufen geregelt werden kann. Ob Energiesparlampen gedimmt werden können, muss der Hersteller auf der Verpackung vermerken.

Die Leuchtstofflampe zündet mit Hilfe eines Starters nur dann, wenn im Vorschaltgerät (konventionell oder verlustarm) ein ausreichend hoher Stromstoß entsteht. Da dies selten der erste Stromstoß ist, versucht der Starter erneut zu zünden. Mehrmalige Versuche nehmen wir als Flackern wahr. Flackerfrei starten Leuchtstofflampen, wenn sie mit elektronischem Vorschaltgerät (EVG) betrieben werden.

Grundsätzlich sind Leuchtstofflampen und Kompaktleuchtstofflampen stufenlos dimmbar. Das erfordert allerdings, dass die Leuchtstofflampen an einem entsprechenden elektronischen Vorschaltgerät (EVG) betrieben werden.

Leuchtstofflampen und Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) sind konstruktionsbedingt für längere Betriebszeiten pro Schaltung ausgelegt. Kürzere Brennzeiten führen automatisch zu einer kürzeren Lebensdauer. Hochwertige elektronische Vorschaltgeräte (EVG) mildern diesen Effekt. Leuchtstofflampen haben zum Beispiel eine Nutzlebensdauer von etwa 20.000 Stunden (Durchmesser 16 mm mit elektronischem Vorschaltgerät). Dennoch wird ihr Licht in dieser Zeit langsam dunkler. Das hat mehrere Gründe. Die Lampen verschmutzen. Vor allem nutzen sie aber auch ab. Dadurch wird der Lichtstrom geringer. Es empfiehlt sich daher, Leuchtstofflampen rechtzeitig zu tauschen. Elektronische Vorschaltgeräte reduzieren den Verlust der Lichtleistung erheblich.

LED steht für „Light Emitting Diode“ (Licht emittierende Diode oder kurz: Leuchtdiode). In LEDs wird elektrische Energie mithilfe einer Halbleiterverbindung in Licht umgewandelt. Sie sind äußerst effizient, langlebig und eröffnen ganz neue Möglichkeiten der Beleuchtung.
LEDs werden für die Akzent- und für die Allgemeinbeleuchtung eingesetzt. Sie geben farbiges und weißes Licht.
LEDs gibt es als einsetzbare Module, als LED-Leuchten und als LED-Lampen mit Schraub- oder Stecksockel. Mit effizienten LED-Lampen können Glühlampen ersetzt werden. Sie sind nicht ganz so langlebig wie LED-Module oder LED-Leuchten, halten aber immer noch viele Tausend Stunden.

LEDs haben eine sehr hohe Lebensdauer und sind daher weitgehend wartungsfrei. Ihre Effizienz übertrifft bereits die von Energiesparlampen bei fünf Mal höherer Lebensdauer und wird stetig verbessert. Außerdem sind sie extrem klein, robust und gut steuerbar. Sie erzeugen hohe Lichtstärken und geben keine IR- oder UV-Strahlung ab.

Der Kaufpreis für LED-Beleuchtung ist derzeit oft noch höher als bei anderen Lichtquellen. Aber dank der hohen Effizienz von LEDs und ihrer langen Lebensdauer rechnen sich die Kosten für die Anschaffung schnell, da die Ausgaben für Strom und Wartung der Beleuchtungsanlage sinken. Wie das funktioniert, zeigt ein Beispiel aus dem Heft licht.wissen 17 „LED: Das Licht der Zukunft“: Danach sind die Gesamtkosten (Anschaffung und Betrieb) für eine LED-Gangbeleuchtung mit vier Downlights schon nach knapp vier Jahren niedriger als bei einer konventionellen Lösung mit Leuchtstofflampen.

Nein, das ist ein Vorurteil aus den Anfangstagen der LED-Technologie. Heute sind LEDs  in unterschiedlichen weißen Lichtfarben erhältlich. Erkennbar ist die Lichtfarbe an der ausgewiesenen Farbtemperatur in der Einheit Kelvin (K). Das Spektrum der LED-Weißtöne reicht von ≥ 2.700 (= Warmweiß) bis 6.500 Kelvin (= Kaltweiß). Warmweiße LEDs haben meistens eine etwas geringere Effizienz, bieten dafür aber eine bessere Farbwiedergabe.
Mit speziellen Modulen kann die weiße Lichtfarbe von LEDs auch ganz nach Gusto verändert werden: kühlweißes Licht für bessere Konzentration am Morgen, warmweißes Licht für gemütliche Atmosphäre am Abend.

Ja, denn die Helligkeit von LEDs hängt direkt von der Stromstärke ab. LEDs lassen sich daher stufenlos bis auf null Prozent ihrer Lichtleistung dimmen. Gedimmt wird über das Betriebsgerät, in der Regel per Pulsweiten-Modulation. Dabei wird das Licht so schnell ein- und ausgeschaltet, dass das menschliche Auge den Wechsel nicht wahrnehmen kann.

Das Füllgas der Lampen enthält Halogene (Chlor, Brom, Jod, Fluor). Halogenlampen sind Temperaturstrahler – genau wie die lange Zeit genutzten konventionellen Glühlampen. Sie erzeugen Licht, indem ihre glühende Wolframwendel langsam verdampft. Die verdampften Wolframteilchen schlagen sich normalerweise an der Innenseite des Glaskolbens nieder. Halogene verlangsamen diesen Effekt. Sie transportieren die abgedampften Wolframteilchen zurück zur glühenden Wendel. So steigen auch Lichtausbeute und Lebensdauer von Halogenlampen.

Erschütterungen, Überschreiten der maximal zulässigen Temperaturen und Überspannungen schädigen Halogenlampen.

Wie lange Glühlampen und Halogenlampen halten, bestimmt der Verdampfungsprozess des Wolframdrahtes. Dieser verläuft nicht immer gleichmäßig über die Länge der Wendel. Auch konstruktionsbedingt können dünnere Stellen im Draht auftreten. Sie verdampfen schneller. Im kalten Zustand hat der Draht einen sehr geringen elektrischen Widerstand. Dadurch ruft er einen hohen Einschaltstrom hervor – mit entsprechend höheren Temperaturen. Deshalb brennt die Lampe meist beim Einschalten an dünneren Stellen durch. 

Die Netzspannung wird mit einem Transformator in der Regel auf 12 Volt abgesenkt. Bei ortsveränderlichen Leuchten für Niedervolt-Halogenlampen bleibt der Transformator auch bei ausgeschalteter Lampe am Netz. Er verbraucht weiter Strom und erzeugt deshalb Wärme. Wird die Leuchte nicht genutzt, sollte sie aus Energiespargründen besser vom Netz getrennt werden. Bei festinstallierten Wand- und Deckenleuchten erwärmt sich der Transformator nicht, weil er beim Ausschalten mit dem Lichtschalter vom Netz getrennt wird.

Transformatoren bestehen im Allgemeinen aus zwei Spulen, die um einen Eisenkern gewickelt sind. Der Eisenkern ist aus dünnen, gegeneinander isolierten Blechen gefertigt. Brummgeräusche im Trafo entstehen, wenn magnetische Kräfte die Blechteile in Schwingungen versetzen. Elektronische Transformatoren arbeiten nach einem anderen Funktionsprinzip, brummen deshalb nie.

Die Mindestlebensdauer kennzeichnet die Lebensdauer, die eine Lampe unter genormten Bedingungen erreicht. Die mittlere Lebensdauer gibt den Mittelwert der Lebensdauer von Lampen an, die unter normgerechten Bedingungen betrieben werden. Sie besagt, dass nach Ablauf der angegebenen Frist 50 Prozent der eingesetzten Lampen ausgefallen sein können. Die sogenannte Nutzlebensdauer ist dann erreicht, wenn der Lichtstrom den Grenzwert von 80 Prozent unterschreitet. 

FAQs zur Lichtanwendung

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Gute Beleuchtung beginnt immer mit einer sorgfältigen Planung – auch in Haus und Wohnung. Am Anfang steht die Frage: Wieviel Licht wird zu welchem Zweck an welchem Platz benötigt? Dabei wird zwischen drei Beleuchtungsarten unterschieden:
• Grundbeleuchtung (Allgemeinbeleuchtung) dient der Orientierung.
• Zonenlicht (auch: Platzbeleuchtung) liefert Extra-Licht für einzelne Teile des Raumes, in denen eine bestimmte Tätigkeit ausgeführt wird.
• Stimmungslicht (Akzent- und Effektbeleuchtung) gestaltet den Raum und sorgt für Emotionen.

Die Lichttechnik definiert Gütemerkmale für eine gute Beleuchtung. Sie bestimmen die Auswahl von Lampen und Leuchten. Wichtig sind ausreichende Helligkeit (Beleuchtungsstärke) und eine gute Helligkeitsverteilung, Schutz vor Blendung, die passende Lichtfarbe, ausgewogene Schattigkeit und eine gute Farbwiedergabe des Lichts.
Mehr Informationen zur Lichtplanung gibt es in der Rubrik „Licht für Zuhause“.

Die Beleuchtung eines Raumes muss in der Regel viele Anforderungen erfüllen. Im Wohnzimmer ist zum Beispiel für das Lesen ein anderes Licht gefragt als fürs Fernsehen oder die Unterhaltung mit Gästen. Eine einzelne Leuchte wird diesen Aufgaben kaum gerecht. Grundsätzlich gilt: Je mehr Leuchten installiert sind, desto mehr Variation ist bei der Beleuchtung möglich. Die genaue Anzahl der Leuchten lässt sich nicht pauschal festlegen, sie hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören:
• gewünschte Helligkeit (Beleuchtungsstärke)
• Raumfläche
• Anzahl der Lampen je Leuchte
• Lichtstrom der einzelnen Lampen
• Wirkungsgrad der Leuchte
• Reflexionseigenschaften von Wänden, Decke und Boden

Reflexe können an vielen Stellen auftreten, sowohl in Innenräumen als auch im Freien. Sie drohen immer dort, wo glänzende Oberflächen das Licht von Lampen, Leuchten oder anderen hellen Flächen reflektieren. Das Problem: Reflexe können blenden und die Sehleistung beeinträchtigen. Häufige Quellen für Reflexblendung sind nasse Straßen, Bildschirme, glänzendes Papier oder Spiegel. Um störende Reflexe und Spiegelungen zu vermeiden, sollten zum Beispiel Schreibtische rechtwinklig zum Fenster angeordnet sein. Darüber hinaus helfen gute Entblendung und eine günstige Anordnung der Lichtquellen.

Zum Lichtmanagement zählen alle Steuerungssysteme, die das starre Muster „ein“ oder „aus“ durchbrechen. Modernes Lichtmanagement stützt sich auf digitale Datenprotokolle wie DALI, auf Vorschaltgeräte und Sensoren. Zum Lichtmanagement gehören verschiedene Bausteine:
• programmierbare Lichtszenen
• Schaltung nach Anwesenheit (Präsenzkontrolle)
• Regelung der Beleuchtung in Abhängigkeit vom Tageslicht
Ein Vorteil von Lichtmanagement ist neben einem Mehr an Komfort ein geringerer Energieverbrauch, da die Beleuchtung besser nach dem tatsächlichen Bedarf gesteuert werden kann.

Seit 2012 müssen alle Leuchten, die keine Kennzeichnung tragen, zur direkten Montage auf normal entflammbaren Baustoffen geeignet sein. Zuvor trugen geeignete Leuchten noch die bekannten Brandschutzsymbole F" bzw. FF" (internationale Prüfnorm). Die deutschen Prüfzeichen M" bzw. MM" entsprechen ihnen im Wesentlichen.

Wichtigstes Kriterium ist die Schutzart. Sie wird als Kombination von zwei Ziffern im IP-Code (IP = Ingress Protection) angegeben. Dabei steht die erste Ziffer für den Schutz gegen Fremdkörper und Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser. Außenleuchten sollten mindestens die Schutzart IP 44 haben. Sie bedeutet: Geschützt gegen Spritzwasser und gegen feste Fremdkörper von mehr als einem Millimeter Größe.
Grundsätzlich zahlt es sich aus, bei Außenleuchten auf Qualität zu achten. Qualitätsleuchten haben unter anderem folgende Kennzeichen:

• korrosionsbeständiges Material
• Belüftung zur Vermeidung von Kondenswasser
• Typenschild mit Prüfsiegel wie ENEC/ENEC Plus oder VDE

Badezimmer, Sauna oder Hallenschwimmbad sind Feuchträume. Hier trifft Wasser auf Strom. Bei der Installation von Leuchten in Badezimmern und anderen Feuchträumen müssen deshalb bestimmte Schutzmaßnahmen getroffen werden. Leuchten sollten zudem gut gegen Wasser und Feuchtigkeit geschützt werden. Auskunft gibt die jeweilige Schutzart.

Prinzipiell gilt, dass die Beleuchtung im Treppenhaus so lange eingeschaltet sein muss, bis auch der langsamste Mieter aus dem obersten Stockwerk auf direktem Weg seine Wohnung erreicht, nachdem er das Licht an der Haustür eingeschaltet hat. Das Oberlandesgericht Koblenz entschied 1995, dass der Hauseigentümer die Verkehrssicherungspflicht verletzt, wenn Mieter und Besucher bei durchschnittlicher Gehgeschwindigkeit nicht mindestens zwei Geschosse überwinden können, ohne erneut den Lichtschalter betätigen zu müssen (Aktenzeichen 5 U 324/95).

Licht erzeugt fotochemische Veränderungen; insofern ist es unvermeidlich, dass ausgestellte Textilien ausbleichen. Nicht nur Tageslicht, auch künstliche Lichtquellen geben unsichtbare Strahlung kürzerer und längerer Wellenlänge ab: ultraviolette (UV) und infrarote (IR) Strahlung. Abhängig von dem Grad ihrer Lichtechtheit können Waren unter Licht und UVA-Strahlung ausbleichen, wärmeempfindliche Materialien unter infraroter Strahlung austrocknen, verfärben oder verformen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Beleuchtungsstärke, je länger die Bestrahlung und je kurzwelliger die Strahlung, desto stärker ist der Ausbleicheffekt. Wirksamen Schutz vor Strahlung bieten Sperrfilter oder Absorber.

LEDs geben keine UVA- oder IR-Strahlung ab. Leuchtstofflampen der Lichtfarbe 830 oder 930 haben die geringste ausbleichende Wirkung. Für die Schaufensterbeleuchtung – und auch für die Museumsbeleuchtung – gibt es Daten zur Lichtechtheit von Materialien und über maximale Belichtungszeiten. Weitere Informationen gibt es auch in der Schriftenreihe von licht.de, die zum Download angeboten wird: licht.wissen 06 „Shopbeleuchtung: attraktiv und effizient“ sowie licht.wissen 18 „Licht für Museen und Ausstellungen“.

FAQs zu Licht und Energieeffizienz

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Jeder Haushalt kann Energie sparen, wenn effiziente Lichtquellen und Komponenten eingesetzt werden und der Verbrauch dem Bedarf angepasst wird. Die Tipps im Einzelnen:

• Energieeffiziente Lampen
Wer energieeffiziente Lampen nutzt, senkt den Stromverbrauch. Dazu zählen zum Beispiel Energiesparlampen, LeuchtstofflampenLEDs und Halogenlampen mit IRC-Beschichtung.
• Elektronische Betriebsgeräte
Beim Betrieb von Leuchtstofflampen helfen elektronische Vorschaltgeräte (EVG), Strom zu sparen. Bei Niedervolt-Halogenlampen sind es elektronische Transformatoren. Sie verbrauchen zwei Drittel weniger als konventionelle Trafos und erhöhen durch die konstante Leistung auch die Lebensdauer der Lampen.
• „Festbeleuchtung“ vermeiden
Eine durchgängige „Festbeleuchtung“ im ganzen Haus braucht viel Strom. Sparsamer ist es, wenn die Beleuchtungsstärke entsprechend dem Bedarf gewählt wird. Zum Lesen beispielsweise reicht eine gedimmte Allgemeinbeleuchtung und gerichtetes, helles Licht auf der Lektüre. 
• „Stromfresser“ finden und ausschalten
Trafos können reduziert in Betrieb bleiben, auch wenn die Halogenlampen ausgeschaltet sind. Das lässt sich am leichten Brummen erkennen oder wenn der Trafo einige Zeit nach dem Ausschalten der Lampen noch warm ist. Funksteckdosen können Geräte abschalten, die sonst im Standby-Modus sind. 
• Moderne Elektronik spart jede Menge Energie
Ein modernes Lichtmanagement erhöht den Lichtkomfort und spart Energie. Bewegungsmelder mit Lichtsensoren schalten das Licht nur ein, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Eine digitale stufenlose Lichtsteuerung mit Tageslichtnutzung kann in ein BUS-System eingebunden werden.

Wie effizient eine Lampe arbeitet, verrät die Lampenverpackung. Das EU-Energielabel gibt in einer Skala von A bis G an, wie sparsam die Lampe ist. „A“ steht für besonders sparsam und „G“ für ineffizient. Die Watt-Zahl nennt die elektrische Leistung und liefert damit einen Anhaltspunkt für den Stromverbrauch. Um zu berechnen, wie effizient eine Lampe ist, muss die Wattzahl in Bezug zum Lichtstrom gesetzt werden. Diese Größe wird als Lichtausbeute bezeichnet. Sie besagt, wie viel Licht eine Lampe aus der eingebrachten Energie erzeugt und ist damit Maß für die Wirtschaftlichkeit. Je höher der Lumen/Watt-Wert, desto energieeffizienter erzeugt die Lampe ihr Licht. Zum Vergleich: Halogenlampen erreichen etwa 20 Lumen pro Watt, Energiesparlampen etwa 60 Lumen pro Watt.

Die Lichtausbeute von Energiesparlampen ist rund fünfmal höher als die von konventionellen Glühlampen. Damit benötigt eine Energiesparlampe für die gleiche Helligkeit nur rund ein Fünftel der Leistung. Und weniger Stromverbrauch bedeutet weniger Kosten. So spart eine Energiesparlampe mit elf Watt Leistung bei einer Lebensdauer von 10.000 Stunden rund 90 Euro gegenüber herkömmlichen Glühlampen gleicher Lichtleistung (60 Watt und 1.000 Stunden Lebensdauer). Energiesparlampen kosten zwar etwas mehr als konventionelle Glühlampen; der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich aber rasch – und der Umwelt kommt der Einsatz von Energiesparlampen ebenfalls zugute.

Die Effizienz von LEDs konnte in den vergangenen Jahren stetig gesteigert werden. Im Vergleich zur Glühlampe verbraucht die LED etwa 80 Prozent weniger Energie für den gleichen Lichtstrom. In der Bürobeleuchtung können LEDs den Verbrauch um 75 Prozent senken, wenn veraltete Leuchtstofflampen gegen LEDs mit Lichtmanagement getauscht werden. In der Straßenbeleuchtung liegt das Sparpotenzial bei 80 Prozent.

Ja. Halogenlampen mit Infrarot-Beschichtung nehmen im Durchschnitt 30 Prozent weniger Leistung auf als herkömmliche Halogenlampen. Die Infrarot-Beschichtung erhöht zudem die Lebensdauer. IRC-Halogenlampen tragen oft auch die Bezeichnung „Energy Save” und Energieklasse C.

Nein. „Niedervolt” bedeutet nicht, dass sie weniger Energie benötigen. Niedervolt-Halogenlampen werden unter niedriger Spannung (meist 12 Volt), aber mit hoher Stromstärke betrieben. Halogenlampen haben jedoch eine bis zu doppelt so hohe Lichtausbeute wie konventionelle Glühlampen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie energieoptimierte Halogenlampen mit Energieklasse C verwenden (Energy Save).

Nein. Der zum Vorwärmen der Elektroden und Zünden der Lampe zusätzlich notwendige Strom fällt nur für Sekundenbruchteile an und kann vernachlässigt werden. Die Lebensdauer von Leuchtstofflampen wird unter standardisierten Testbedingungen ermittelt. Sie legen einen Schaltrhythmus von 165 Minuten „ein“ und 15 Minuten „aus“ zu Grunde. Entsprechend sollten Leuchtstofflampen nicht abgeschaltet werden, wenn die Unterbrechungszeiten unter 15 Minuten liegen.

FAQs zu Licht und Gesundheit

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Gutes Licht erleichtert das Sehen, das für 80 Prozent aller menschlichen Sinneseindrücke sorgt. Daher ist die richtige Beleuchtung vor allem am Arbeitsplatz ein wichtiger ergonomischer Faktor. Zugleich schützt Licht vor Unfällen und anderen Risiken, weil es die Wahrnehmung verbessert. Gefahren werden somit früher besser erkannt. Doch Licht ist auch für Psyche und Wohlbefinden ein wichtiger Impulsgeber. Denn über spezielle Sinneszellen im Auge beeinflusst das Licht die Hormonausschüttung und die innere Uhr des Menschen. So wirkt etwa bläulich-weiße Beleuchtung mit hohen Farbtemperaturen belebend, während warmweiße Lichtfarben eher für Beruhigung sorgen. Über die Wirkung von Licht auf den Menschen wird intensiv geforscht; die Kenntnisse bereits in der dynamischen Beleuchtung und zu therapeutischen Zwecken genutzt. Nähere Infos enthält licht.wissen 19: „Wirkung des Lichts auf den Menschen“.

Ja, ein Sechzigjähriger benötigt etwa doppelt so viel Licht wie ein Zwanzigjähriger, um den gleichen Helligkeitseindruck zu haben. Zugleich sind ältere Menschen empfindlicher gegen Blendung. Ein hoher Anteil indirekten Lichts hilft, diesen Effekt zu vermeiden.

Diese Strahlung wird von den elektronischen Vorschaltgeräten verursacht, die in Energiesparlampen integriert sind. Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt dazu auf seiner Website fest: „Der Einsatz von Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) für allgemeine Beleuchtungszwecke im Haushalt ist unter Strahlenschutzaspekten nicht bedenklich.“ Mehr dazu unter www.bfs.de.

Nein, ein kurzer Blick ist unproblematisch, da LED-Leuchten das Licht der Leuchtdioden verteilen. Man sollte allerdings in keine künstliche Lichtquelle dauerhaft direkt hineinsehen.

FAQs zu Licht und Umwelt

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Für den Entladungsvorgang in Leuchtstoff- und Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) ist Quecksilber physikalisch notwendig. Wenn die Lampe eingeschaltet wird, werden die Quecksilberatome durch den Elektronenfluss zur Aussendung von UV-Strahlung angeregt. Eine Leuchtstoffschicht auf der Innenseite des Lampenrohrs wandelt diese Strahlung in sichtbares Licht um. Ohne Quecksilber wäre die Lichtausbeute um zwei Drittel geringer; die Lampe nach derzeitigem Stand der Technik damit unwirtschaftlich. Der Quecksilber-Gehalt ist gering (wenige Milligramm). Dennoch ist es wichtig, dass entsprechende Lampen ordnungsgemäß entsorgt und recycelt werden.

Das Kürzel RoHS steht für die EU-Richtlinie 2002/96/EG. Sie besagt, dass Energiesparlampen und Elektrogeräte keine oder nur geringste Mengen an Umweltgiften wie Blei, Cadmium oder Quecksilber enthalten dürfen. Energiesparlampen, die den Hinweis „erfüllt RoHS” tragen, erfüllen diese Umweltstandards. Definiert werden diese Standards im Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG).

Leuchtstofflampen wie z.B. Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber und sind damit Sondermüll. Die Entsorgung regelt das Gesetz über „das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die unweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG)”. Es betrifft folgende Lampen:
• Leuchtstofflampen
• Kompaktleuchtstofflampen
• Entladungslampen
• Niederdruck-Natriumdampflampen
• Leuchten aus gewerblicher Nutzung

LEDs müssen ebenfalls gesondert entsorgt werden, da die elektronische Bauteile enthalten.

Für Entsorgung und Recycling von Altlampen hat die Beleuchtungsindustrie das nicht gewinnorientierte Unternehmen Lightcycle gegründet. Lightcycle betreibt bundesweit mehrere tausend Sammelstellen. Privatpersonen können Lampen grundsätzlich kostenfrei entsorgen, in der Regel über kommunale Sammelstellen. Nicht betroffen sind Glühlampen und Halogenlampen. Sie dürfen mit dem Hausmüll entsorgt werden. 

Glühlampen dürfen auch weiterhin mit dem Hausmüll entsorgt werden. 

Energiesparlampen enthalten häufig in geringen Mengen Quecksilber, das für die Lichterzeugung notwendig ist. Daher sollten folgende Regeln beachtet werden, wenn Energiesparlampen zerbrechen:
• Fenster öffnen, Raum lüften.
• Bruchstücke am besten mit Kartondeckeln oder einem Handbesen, der danach mit einem feuchten Tuch abgewischt wird, aufkehren. 
• Splitter mit angefeuchteten Einweg-Haushaltstüchern aufnehmen.
• Glasbruchstücke in einem verschlossenen Plastikbeutel zur Sammelstelle bringen.
Studien belegen, dass es selbst in ungünstigen Fällen äußerst unwahrscheinlich ist, dass durch beschädigte Energiesparlampen eine besorgniserregende Konzentration von Quecksilber in der Luft entsteht, so der ZVEI. Weitere Informationen gibt es in einer Publikation des ZVEI.

Künstliches Licht lockt Insekten an und kann ihren Lebensrhythmus stören. Insektenaugen haben eine andere spektrale Empfindlichkeit als das menschliche Auge. Für Licht mit einem hohen Gelb-/Orange- beziehungsweise Rotanteil sind sie weniger empfindlich. Natriumdampf-Hochdrucklampen locken Insekten weniger an, da deren Licht ihnen dunkler erscheint. Auch das Licht von LEDs ist sehr insektenfreundlich, da es die Tiere kaum anzieht. 

Weitere Informationen gibt es auch im Heft licht.wissen 16 „Stadtmarketing mit Licht“.

Lichtimmissionen entstehen, wenn Licht einer Außenbeleuchtung derart abstrahlt, dass es Menschen und Tiere stört. Quellen für Lichtimmissionen sind Straßenbeleuchtung, Lichtwerbung, Flutlichtanlagen oder Projektionsscheinwerfer. Eine fachgerechte Lichtplanung steuert der Lichtimmission entgegen und kann gleichzeitig den Energieverbrauch senken. Dabei wird festgelegt, wie intensiv und hell die künstliche Beleuchtung sein soll und wohin sie gelenkt wird. Bedarfsgerechte Einschaltzeiten der Leuchten minimieren Lichtimmissionen ebenfalls und senken Energiekosten.

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