Ausleihe

Licht für anspruchsvolle Sehaufgaben

Bücher, Hörspiele, Filme – sind die gewünschten Artikel in der Bibliothek gefunden, führt der Weg zur Ausleihe. Damit sich die Besucher schnell orientieren können, ist eine gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung von mindestens 300 Lux Beleuchtungsstärke notwendig.

Am Tresen sind die Sehaufgaben besonders schwierig: Benutzerausweis und Ausleihfristen werden überprüft, Bücher kontrolliert. Das Personal arbeitet größtenteils am Computer; das ist eine anspruchsvolle Sehaufgabe, die höhere Anforderungen an die Beleuchtung stellt. Diese orientiert sich an den Regeln für Bildschirmarbeit. Besonders wichtig: ausreichende Blendungsbegrenzung und ein Beleuchtungsniveau von mindestens 500 Lux.

Allgemeinbeleuchtung für die Ausleihe

Das Licht der Allgemeinbeleuchtung in der Ausleihe der Bibliothek dient vor allem der Orientierung. Außerdem schützt es in der zumeist fremden Umgebung vor Stolperfallen. Da die Passantenfrequenz meist hoch ist, sollte die Beleuchtungsstärke bei mindestens 200 Lux liegen. Zusätzliche Akzentbeleuchtung lockert die Lichtatmosphäre auf.

Licht gibt Orientierung

Die Aufgabe der Allgemeinbeleuchtung können Deckenleuchten (Anbau- und Einbauleuchten), Downlights, Pendelleuchten mit direkter/indirekter Lichtstärkeverteilung oder Strahler übernehmen. Orientierungs- und Markierungsleuchten kennzeichnen Wege und Treppen. Da der Tresen die zentrale Anlaufstelle im Raum ist, muss er deutlich erkennbar sein.

Tresenbeleuchtung an der Ausleihe

Am Tresen ist die Sehaufgabe für Bibliotheksbesucher und Personal diffiziler als im übrigen Raum. Empfehlenswert ist ein Beleuchtungsniveau von 300 Lux. Direkt strahlende LED-Pendelleuchten folgen beispielsweise dem Verlauf der Theke.

Gut beleuchtet ohne Schatten und Blendung

Damit sich der Besucher und sein Gegenüber gut erkennen, sollte das Licht von oben breit strahlend sein. Zusätzlich seitlich einfallendes Licht – zum Beispiel von Wandleuchten – erhöht die vertikale Beleuchtungsstärke. Es schützt so auch vor störender Schattenbildung, wenn sich einer der Gesprächspartner über die Theke beugt. Ausreichend abgeschirmte und entsprechend ausgerichtete Leuchten schützen vor Blendung. Matte Oberflächen verhindern Reflexblendung durch Spiegelungen auf dem Tresen.

Für die Arbeit am Computer gelten die Regeln zur Beleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen. Auch hier kommt es vor allem auf gute Blendungsbegrenzung an: Beim Ausrichten der Leuchten ist darauf zu achten, dass ihr Licht nicht blendet und keine Reflexe auf dem Monitor erzeugt. Das Beleuchtungsniveau sollte nach DIN EN 12464-1 mindestens 500 Lux Beleuchtungsstärke betragen.

Regalbeleuchtung an der Ausleihe

Bücherregale und Schränke an der Ausleihe der Bibliothek sollten in ihrer ganzen Fläche gut ausgeleuchtet sein. Die vertikale Beleuchtungsstärke muss bis hin zu den unteren Fächern reichen. Nur so lassen sich die Titel auf den Bücherrücken auf angemessene Distanz mühelos lesen.

Für diese Beleuchtungsaufgabe eignen sich Leuchten mit asymmetrischer Lichtstärkeverteilung. Bestückt werden sie mit Lichtquellen, deren Farbwiedergabeindex Ra ≥ 80 beträgt. Bei guter Farbwiedergabe werden Farbe und grafisches Erscheinungsbild des Buchrückens gut erkannt – denn auch diese Merkmale sind ein Suchkriterium.

Zurück