Bibliothek

In Bibliotheken ist eine einladende, freundliche Atmosphäre gefragt. Für Gänge, Regale, bei der Ausgabe und an den Lese- und Arbeitsplätzen müssen die Beleuchtungsbedingungen stimmen. Licht sorgt hier für gute Sicht, optimale Orientierung und nicht zuletzt dafür, dass Mitarbeiter und Besucher sich wohlfühlen.


Internet, E-Learning und Quellensuche in alten Druckwerken: Bibliotheken sind häufig genutzte Lernorte und heute technisch gut ausgestattet. Die üblicherweise lange Verweildauer in einer Bibliothek erfordert eine freundliche Atmosphäre, in der sich der Nutzer wohlfühlt.

Beleuchtung des Lesebereichs

Gutes Erkennen und Arbeiten in einer Bibliothek wird maßgeblich durch das zur Verfügung stehende Licht beeinflusst. Als angenehm wird natürliches Tageslicht empfunden. Künstliches Licht mit direkt/indirekter Lichtverteilung – z. B. aus abgependelten LED-Leuchten – sorgt für die gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes, verhindert „Höhleneffekte“ und unterstützt Lernende beim konzentrierten Lesen oder der Arbeit am PC. Wichtig ist dabei, Direkt- und Reflexblendung zu vermeiden, damit z. B. auch hochglänzende Druckseiten ungestört betrachtet werden können. Für separate Lese- bzw. Arbeitsplätze und Besprechungszonen sind neben der Grundbeleuchtung mobile Stehleuchten mit direkt/indirekten Lichtanteilen und zuschaltbare Tischleuchten gut geeignet; sie erhöhen das Beleuchtungsniveau auf der Arbeitsfläche.

In Lesesälen ohne oder mit nur wenig Tageslichteinfall hält eine Beleuchtungslösung nach dem Prinzip von Human Centric Lighting (HCL) die innere Uhr des Menschen im Takt. Dafür werden moderne Lichtsteuersysteme eingesetzt, die das künstliche Licht dynamisch steuern, hereinscheinendes Tageslicht berücksichtigen und Jalousien kontrollieren. Damit lässt sich auch der Energieverbrauch deutlich senken.

Licht für die Recherche am Computer

Jede Bibliothek verfügt heute über Computerarbeitsplätze. Sie müssen ergonomisch gestaltet sein und nach DIN EN 12464-1 mit mindestens 500 Lux blend- und reflexfrei beleuchtet werden. Das Umfeld sollte dem Beleuchtungsniveau entsprechend angepasst werden, um unnötige Adaptionen der Augen und eine damit einhergehende Ermüdung zu vermeiden.

Regalbeleuchtung

Das Herz einer Bibliothek sind Regale mit Druckwerken und Medien. Bücherwände, Schränke und Regale sollten in ihrer ganzen Fläche gut ausgeleuchtet sein. Die vertikale Beleuchtungsstärke muss bis zu den unteren Fächern reichen. Nur so lassen sich die Titel auf den Bücherrücken auf angemessene Distanz mühelos lesen. Für diese Beleuchtungsaufgabe eignen sich Leuchten mit asymmetrischer Lichtstärkeverteilung, die Regalfronten mit 200 Lux erhellen. Bestückt werden sie mit Lichtquellen, deren Farbwiedergabeindex bei Ra 80 oder höher liegt. Bei guter Farbwiedergabe werden Farbton und grafisches Erscheinungsbild des Buchrückens gut erkannt – denn auch diese Merkmale sind ein Suchkriterium. Insbesondere alte Bücher sind empfindlich gegenüber dauerhafter UV-Strahlung. Mit moderner LED-Beleuchtung kann dies vermieden werden.

Licht für Besprechungszonen

Besprechungszonen sind in der Regel räumlich von anderen Bibliotheksbereichen getrennt, um Lesende nicht durch geräuschvolle Gespräche in ihrer Konzentration zu stören. DIN EN 12464-1 sieht hier 500 Lux Beleuchtungsstärke vor, um den hohen Anforderungen an die Sehaufgaben gerecht zu werden. Als Alternative zu Pendelleuchten eignen sich z. B. Stehleuchten mit direkt/indirekten Lichtanteilen. Sie verteilen ihr Licht gleichmäßig im Raum, sorgen für eine angenehm-helle Atmosphäre und verhindern störende Direkt- oder Reflexblendungen.

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