Vortragsraum

Multifunktionales Licht für Vorträge, Empfänge und Filme

Die Nutzung eines Vortragsraums ist vielseitig: In einer Bibliothek werden Informationsveranstaltungen oder Diskussionsabende organisiert. In einem Museum begleiten Vorträge und Veranstaltungen aktuelle Ausstellungen, die das Wissen rund um Exponate und Künstler vertiefen.

Der Vortragsraum sollte generell multifunktional eingerichtet sein. Denn hier werden das Publikum empfangen, Vorträge gehalten oder Filme präsentiert. Eine flexible Beleuchtungsanlage passt das Licht den Situationen an, mit Hilfe von Lichtsteueranlagen können vorprogrammierte Lichtszenen jederzeit per Knopfdruck aufgerufen werden.

Allgemeinbeleuchtung im Vortragsraum

Im Vortragsraum steht die Allgemeinbeleuchtung zu Beginn und am Ende einer Veranstaltung im Vordergrund. Sie dient vor allem der Orientierung und sollte mindestens eine Beleuchtungsstärke von 150 Lux haben, damit Besucher sicher ihren Sitzplatz erreichen. Sinnvoll ist dimmbares Licht, damit sich die Augen besser den Helligkeitsveränderungen anpassen können (Adaptation).

Für die Allgemeinbeleuchtung eignen sich zum Beispiel Pendelleuchten mit LEDs. Lichtmanagementsysteme gehören zur professionellen Ausstattung eines Vortragsraums.

Präsentationsbereich ist heller

Bei einem Vortrag oder einer Podiumsdiskussion sollte der Präsentationsbereich heller sein als der übrige Raum. Generell gilt: Horizontale und vertikale Beleuchtungsstärke des Vortragsbereichs müssen in der Summe mindestens das 1,5-Fache der mittleren Beleuchtungsstärke im Raum betragen. Für zusätzliches Licht – damit auch für höhere vertikale Beleuchtungsstärken – sorgen Strahler.

Der Vortragsraum hat über seinen funktionalen Zweck auch einen repräsentativen Charakter. Ein Atmosphäre schaffendes Gestaltungselement ist Licht. Ansprechend wirken zahlreiche Lichtpunkte, indirekte Anteile der Beleuchtung, auch um die Raumarchitektur zu betonen, und das Anstrahlen von Exponaten oder Wandbereichen. Gerade für den Empfang sollten Akzentbeleuchtung und Allgemeinbeleuchtung aufeinander abgestimmt sein.

Lichtmanagement im Vortragsraum

Die Beleuchtung im Vortragsraum ergibt sich aus den unterschiedlichen Veranstaltungssituationen. Entsprechend den Anforderungen der einzelnen Beleuchtungssituationen, z. B. „Empfang", „Vortrag" oder „Präsentation", sollten die Leuchten in voneinander getrennten Schaltkreisgruppen zusammengefasst werden. So kann das Licht der einen Leuchtengruppe aus-, das einer anderen eingeschaltet und das einer weiteren Gruppe gedimmt werden.

Komfortabel: Licht per Fernbedienung

Eine einfache Steuerungseinheit oder ein Lichtmanagementsystem kann die Lichtsteuerung übernehmen, komfortabel ist die Bedienung per Touchpanel, App oder Fernbedienung. Beim Lichtmanagement lassen sich gespeicherte Lichtszenen individuellen Bedingungen anpassen, ohne die Programmierung zu verändern. Überblendzeiten sind zwischen einer Sekunde und mehreren Minuten frei wählbar. Darüber hinaus beziehen viele Systeme Fensterverdunklung und Sonnenschutz in die Programmierung mit ein.

Gut geeignet für die Lichtsteuerung im Vortragsraum ist DALI (Digital Addressable Lighting Interface) mit seiner standardisierten digitalen Schnittstelle. Seine Vorteile: wenig Komponenten, geringer Verdrahtungsaufwand, einfaches Bedienkonzept.

Orientierungsbeleuchtung im Vortragsraum

Bei einer Filmpräsentation wird das Licht im Vortragsraum zurückgenommen oder abgeschaltet. Damit sich die Anwesenden trotzdem orientieren können, werden entsprechende Leuchten eingesetzt: Licht – zum Beispiel von Orientierungs- und Markierungsleuchtenleuchten und bestückt mit LEDs – kennzeichnet Stufen und Treppen. Hinweisleuchten markieren die Ausgänge und die Wege zu Waschräumen und Toiletten. Die Kennzeichnung von Ausgängen ist zugleich Bestandteil der Sicherheitsbeleuchtung.

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