Dynamische Inszenierung und Lichtkunst

Dynamisch beleuchtete Gebäude und Räume erscheinen immer wieder in neuem Licht und ziehen die Blicke auf sich. Lichtkunst als Stilmittel geht sogar noch einige Schritte weiter – und ist mittlerweile fest als eigene Kunstrichtung etabliert.


Eine dynamische Inszenierung mit Licht ergänzt die reine Beleuchtung um eine weitere Qualität. Gebäude oder Objekte erscheinen dabei in immer neuem Licht oder dienen als Projektionsfläche für Bilder und Botschaften, die zum Nachdenken anregen sollen und einer ganz eigenen Ästhetik folgen.

Schon durch das natürliche Tageslicht sind wir an wechselnde Helligkeiten und Farben gewöhnt. Um diese Lebendigkeit oder eine eigene gestalterische Dynamik mit künstlichem Licht nachts auf Gebäuden oder in Räumen erzeugen, gibt es verschiedene technische Möglichkeiten. Voraussetzung für anspruchsvollere Projekte ist stets ein Lichtmanagementsystem, das besonders energieeffizient mit LED-Leuchten zusammenarbeitet.

Spiel mit zwei Lichtfarben

Dynamik bedeutet allerdings nicht zwingend, zeitlich sich verändernde Lichtzustände zu schaffen, sondern kann auch durch gezielte Lichtdifferenzierung innerhalb eines Raumes erreicht werden: Eine einfache Möglichkeit ist die Verwendung zweier unterschiedlicher Lichtfarben, um einen lebendigen Kontrast zu erzielen. Hierbei wird der Ausstellungsraum in einen kalten Lichtton (ca. 8.000 Kelvin) getaucht und das Exponat mit akzentuiertem, warmweißen Licht (2.700 Kelvin) angestrahlt.

Um das passende dynamische Lichtkonzept für eine Ausstellung oder ein komplettes Museum zu kreieren, ist das richtige Gespür für Raum und Kunst gefordert. Nur bei einer perfekten Dynamik zwischen Licht, Raum und Exponat entsteht ein für den Betrachter optisch beeindruckendes Erlebnis. Erfahrene Lichtplaner sind hier die richtigen Ansprechpartner.

Architainment

Immer häufiger sind dauerhafte Lichtinstallationen zu sehen, die Bauwerke in Szene setzen und sich optisch von ihrer Umgebung absetzen. Diese Form der dynamischen Beleuchtung, auch „Architainment" genannt, ist nur in Abstimmung mit dem Landschafts- und Städtebau möglich. Vorgaben und Regelungen dafür werden meist in sogenannten Masterplänen oder Lichtleitwerken niedergeschrieben.

Lichtkunst

Licht ist häufig selbst Gegenstand der Kunst: Es fasziniert und hält als „Lichtkunst" Einzug in unser tägliches Leben. Lichtkünstler präsentieren ihre kreativen Ideen etwa im Zentrum für Lichtkunst in Unna oder in Ausstellungen im Freien sowie bei verschiedenen Lichtfestivals, wie z. B. der Luminale in Frankfurt. Sie machen Licht als eigenständiges Kunstwerk erlebbar.

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