Bibliothek

Licht zum Lesen, Arbeiten und Besprechen

Bibliotheken spielen deshalb beim Lernen nach wie vor eine wichtige Rolle, trotz Internet und E-Learning: Wissen steht in Büchern und wird auch weiterhin in gedruckter Form vermittelt. Licht in der Bibliothek schafft Übersicht, hilft beim Auffinden der gewünschten Literatur, erleichtert die Leseaufgabe und prägt eine ruhige bis leicht anregende Atmosphäre.

Planungsgrundlage für Bibliotheken ist DIN EN 12464-1. Generell gilt: Je anspruchsvoller die Sehaufgabe, desto höher die Beleuchtungsanforderung. So sollten Verkehrsflächen mit 100 Lux Beleuchtungsstärke und Regale mit 200 Lux beleuchtet sein. Lesebereiche, Arbeitsplätze und Besprechungszonen benötigen dagegen 500 Lux Beleuchtungsstärke.

Allgemeinbeleuchtung in der Bibliothek

Das Licht der Allgemeinbeleuchtung in der Bibliothek muss schnelle Orientierung ermöglichen und sicher durch Regalreihen leiten. Es kennzeichnet zusätzlich Hauptwege und Ausgänge.

Direkt/indirektes Licht verhindert „Höhleneffekt“

Direkt/indirektes Licht erzeugt eine angenehm helle Raumdecke und verhindert den sogenannten „Höhleneffekt", der auch in Teilbereichen einer Bibliothek entstehen kann. Bei wenig direktem Licht verringern sich außerdem störende Spiegelungen (Reflexblendung) auf glänzendem Papier.

Für die Beleuchtung der Bibliothek sind beispielsweise Pendelleuchten für LED oder stabförmige Leuchtstofflampen geeignet.

Regalbeleuchtung in der Bibliothek

Bücherregale und Schränke sollten in ihrer ganzen Fläche gut ausgeleuchtet sein. Die vertikale Beleuchtungsstärke muss bis hin zu den unteren Fächern reichen. Nur so lassen sich die Titel auf den Bücherrücken auf angemessene Distanz mühelos lesen.

Für diese Beleuchtungsaufgabe eignen sich Leuchten mit asymmetrischer Lichtstärkeverteilung. Bestückt werden sie mit Lichtquellen, deren Farbwiedergabeindex Ra ≥ 80 beträgt. Bei guter Farbwiedergabe werden Farbe und grafisches Erscheinungsbild des Buchrückens gut erkannt – denn auch diese Merkmale sind ein Suchkriterium.

Arbeitsplatzbeleuchtung in der Bibliothek

Literaturrecherche am Computer oder auch in Karteikästen, Lesen und Schreiben sind anspruchsvolle Sehaufgaben, die eine angemessene Beleuchtung benötigen. Für alle Aufgaben sieht DIN EN 12464 Teil 1 eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux an einem Arbeitsplatz in der Bibliothek vor.

Ideal: Pendelleuchten, kombiniert mit Schreibtischleuchten

Gutes Licht an Lese- und Computerarbeitsplätzen ist das Ergebnis einer weitgehend entblendeten Beleuchtung, die störende Reflexe auf Bildschirmen und glänzenden Oberflächen vermeidet. Empfehlenswert sind zum Beispiel Pendelleuchten – einzeln oder als Lichtbandsystem verbunden – mit hochwertigen Rastern. Sie lenken das Licht dorthin, wo es benötigt wird. Idealerweise lassen sich Schreibtischleuchten zuschalten, die das Beleuchtungsniveau zusätzlich erhöhen.

Licht für Besprechungszonen in der Bibliothek

In Bibliotheken können Lerngruppen ihre gesammelten Informationen in Besprechungszonen austauschen. Häufig sind sie räumlich von den anderen Bibliotheksbereichen isoliert, um Lesende nicht durch geräuschvolle Gespräche in ihrer Konzentration zu stören.

Ähnlich der Arbeitsplatzbeleuchtung stellt die Beleuchtung von Besprechungszonen hohe Beleuchtungsanforderungen. DIN EN 12464-1 sieht 500 Lux Beleuchtungsstärke vor. Als Alternative zu Pendelleuchten eignen sich z. B. mobile direkt/indirekt strahlende Stehleuchten. Sie verteilen ihr Licht im Raum und hellen gleichzeitig die Decke auf. Das sorgt für eine anregende Atmosphäre.

Normen

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