Empfang

Freundliches Licht schafft Vertrauen

Der Empfangsbereich in der Arztpraxis besteht meistens aus drei Zonen: dem Eingang, der Empfangstheke und den weiter führenden Bereichen, wie Wartezimmer, Sprechzimmer oder Untersuchungsraum. Eine freundliche Lichtstimmung nimmt Patienten Berührungsängste, begegnet Beklommenheit und schafft Vertrauen. Darüber hinaus hat das Licht Leitfunktion.

Gleichzeitig ist der Empfang Arbeitsplatz der medizinischen Fachangestellten: Hier wird gelesen, geschrieben und am Bildschirm gearbeitet. Für diese anstrengenden Sehaufgaben muss sich die Beleuchtung an den Regeln für Bildschirmarbeitsplätze orientieren. Verbindliche lichttechnische Vorgaben enthalten DIN EN 12464-1, DIN 5035 (Teil 8) sowie die Arbeitsstättenverordnung.

Allgemeinbeleuchtung am Empfang

Für den Empfang in der Arztpraxis empfiehlt sich, die Allgemeinbeleuchtung mit akzentuierendem Licht zu kombinieren. So entsteht eine aufgelockerte und ansprechende Lichtatmosphäre. Sie ist dezent und wirkt beruhigend, macht aber nicht schläfrig. Die Allgemeinbeleuchtung mit ihrer weitgehenden Gleichmäßigkeit erleichtert Patienten die Orientierung und vermittelt Sicherheit. Die Beleuchtungsstärke sollte nach DIN EN 12464-1 mindestens 300 Lux betragen.

Für jede Praxis die richtige Leuchte

Die Leuchtenauswahl ist vielfältig und richtet sich oft nach der Architektur und dem medizinischen Fachbereich: Eine chirurgische Praxis ist in der Regel anders eingerichtet als ein Kinderarzt. Für die Allgemeinbeleuchtung eignen sich zum Beispiel direkt oder direkt/indirekt strahlende LED-LeuchtenDownlightsPendelleuchten oder Stromschienensysteme.


Regal- und Schrankbeleuchtung am Empfang

Wie im Büro: Briefwechsel, Notizen oder Patienteninformationen werden auch im Backoffice der Arztpraxis im Regal oder Schrank verwahrt. Für ihre Beleuchtung empfehlen sich asymmetrisch strahlende Wandfluter oder Downlights. Sie sorgen für die notwendige vertikale Beleuchtungsstärke, um die gesamte Fläche bis hin zu den unteren Fächern gleichmäßig auszuleuchten. Eine Alternative dazu sind flexibel ausrichtbare Strahler mit schwenkbaren Reflektoren an einer Stromschiene oder einem Seil- und Stangensystem.

Licht für Tresen und Backoffice

An der Empfangstheke in der Arztpraxis ist die Sehaufgabe für Patienten und Sprechstundenhilfen anspruchsvoller als im übrigen Raum. Damit sich beide gegenseitig gut erkennen, sollte die vertikale Beleuchtungsstärke erhöht werden. Das erleichtert die Kommunikation.

Reflexe auf dem Bildschirm vermeiden

Im Backoffice-Bereich, in dem auch am PC gearbeitet wird, gelten die Regeln zur Beleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen. Hier kommt es vor allem auf gute Blendungsbegrenzung an: Beim Ausrichten der Leuchten ist darauf zu achten, dass ihr Licht nicht blendet und keine Reflexe auf dem Monitor erzeugt. Da im Backoffice-Bereich büroähnliche Arbeiten anfallen, muss das Beleuchtungsniveau höher sein. Nach DIN EN 12464-1 sind am Bildschirmarbeitsplatz mindestens 500 Lux Beleuchtungsstärke notwendig.

Normen

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