OP-Raum

Höchste Sehleistung ist das Maß

Operationen stellen höchste Anforderungen an die Sehleistung von Ärzten und medizinischem Personal. Für klassische Operationen sind im Operationsfeld sehr hohe Beleuchtungsstärken von 40.000 bis 160.000 Lux notwendig. Dafür werden spezielle OP-Leuchten eingesetzt. Operationsverfahren der minmalinvasiven Chirurgie benötigen dagegen weitaus geringere Beleuchtungsstärken: Am Ort des Eingriffs muss das Beleuchtungsniveau auf 50 Lux abgesenkt werden können, wie es DIN EN 12464-1 auch für Bildgebende Verfahren und die Endoskopie vorsieht.

In jedem Fall sollte der Operateur das Beleuchtungsniveau mit einem Handgriff bedarfsgerecht anpassen können. Reinraumleuchten der Schutzart IP 65 erfüllen die hygienischen Anforderungen von OP-Räumen. Als Lichtfarbe ist Neutralweiß mit einer Farbtemperatur > 3.800 Kelvin am besten geeignet, die Lampen müssen den Farbwiedergabeindex Ra ≥ 90 haben.

Licht für den klassischen OP-Raum

Die Sehaufgabe im Operationsfeld verlangt mit 40.000 bis 160.000 Lux so hohe Beleuchtungsstärken, dass es beim Blick in den relativ dunklen Rest des Raumes zu Problemen bei der Adaptation kommen kann. DIN EN 12464-1 sieht für die Allgemeinbeleuchtung 1.000 Lux vor. Um die Adaptation zu erleichtern, ist im Operationsumfeld – das ist die zentral um den OP-Tisch angeordnete Fläche von etwa drei mal drei Meter – eine Beleuchtungsstärke von im Mittel 2.000 Lux ratsam.

Die Deckenleuchten (Anbau- oder Einbauleuchten) der Operationsumfeld-Beleuchtung müssen möglichst nahe um den OP-Tisch installiert werden. Diese Anordnung verhindert Blendung und die Abschattung des Lichts durch das OP-Team.

Licht für den minimalinvasiven OP-Raum

Während bei minimalinvasiven Operationen am Ort des Eingriffs zeitweise nur geringe Beleuchtungsstärken von 50 Lux notwendig sind, benötigen andere Aufgaben – wie zum Beispiel die Narkoseüberwachung – soviel Licht wie in jedem anderen OP-Raum. Für die verschiedenen Bereiche der Sehaufgabe müssen deshalb unterschiedliche Beleuchtungsniveaus realisiert werden können. Das setzt dimmbares Licht voraus und die Möglichkeit, das Licht vom OP-Platz aus nach Wunsch schalten, steuern und/oder regeln zu können.

Moderne OP-Beleuchtungs- und Versorgungssysteme erlauben verschiedene Beleuchtungseinstellungen, die gegebenenfalls auch als gespeicherte Lichtszenen abgerufen werden können. Sie berücksichtigen in der Regel die Anforderungen für minimalinvasive Eingriffe.

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