Sprechzimmer

Behagliches, aber bildschirmgerechtes Licht

Im Sprechzimmer steht die Kommunikation zwischen Arzt und Patienten im Vordergrund. Beide müssen sich konzentrieren: Der Patient, damit er nichts Berichtenswertes vergisst, und der Arzt, um die Krankheitsgeschichte zu erfassen. Hoher Sehkomfort fördert die Aufmerksamkeit. Indirektes Licht kombiniert mit Akzentbeleuchtung ist angenehm für den Patienten und optimal für den Arzt.

Die Beleuchtung im Sprechzimmer darf ruhig „Wohnraumcharakter“ haben, muss aber bildschirmgerecht sein, denn zur Arbeit des Arztes gehört der Computer. Ist das Sprechzimmer gleichzeitig Untersuchungsraum, müssen in der Beleuchtungsplanung entsprechende lichttechnische Anforderungen – je nach medizinischer Fachrichtung – berücksichtigt werden.

Allgemeinbeleuchtung im Sprechzimmer

Das Sprechzimmer gleicht dem Arbeitsplatz im Büro: Am Schreibtisch spricht der Arzt mit dem Patienten, Daten werden in den Computer eingegeben oder am Bildschirm gelesen. Für alle drei Sehaufgaben gilt: Blendung stört und muss deshalb vermieden werden.

Vorsicht Lichtreflexe

Direktblendung entsteht zum Beispiel durch zu hohe Leuchtdichte-Kontraste. Darüber hinaus können Lichtreflexe auf dem Monitor oder glänzenden Tischflächen die Sehleistung beeinträchtigen.

Funktional und angenehm

Die Allgemeinbeleuchtung sollte nach DIN EN 12464-1 mindestens 500 Lux Beleuchtungsstärke betragen und für eine angenehme Helligkeit im Raum sorgen. Einbau- oder Anbauleuchten mit Spiegelrastern können diese Aufgabe übernehmen.

Hohe Anteile indirekten Lichts tragen zu einer angenehmen Raumatmosphäre bei: Wandleuchten, direkt/indirekt strahlende Pendel- oder Stehleuchten erhellen Decken und Wände. Das Zusammenspiel aus funktionaler und akzentuierender Beleuchtung schafft Sehkomfort, der die Konzentrationsfähigkeit fördert und im Sprechzimmer unerlässlich ist.

Bildschirmgerechtes Licht im Sprechzimmer

Am Computer arbeiten ist im Sprechzimmer Standard. Deshalb orientieren sich Anforderungen an die Beleuchtung an Sehaufgaben bei der Bildschirmarbeit.

Gleichmäßig, schattenarm und ohne Blendung

Wichtig: Das Licht sollte gleichmäßig verteilt und schattenarm sein. Die mittlere Beleuchtungsstärke beträgt nach DIN EN 12464-1 mindestens 500 Lux. Unbedingt ist auf Blendungsfreiheit zu achten: Nicht abgeschirmte Lichtquellen oder die Spiegelung heller Flächen auf dem Monitor können Direkt- und Reflexblendung erzeugen.

Meistens wird direkt/indirektes Licht favorisiert. Die Art, wie es die Decke erhellt, wird als besonders angenehm empfunden. Dafür eignen sich Pendelleuchten oder Stehleuchten, jeweils kombiniert mit individuell zuschaltbaren Schreibtischleuchten. Besonders wirtschaftlich sind LEDs. Leuchstoff- oder Kompaktleuchtstofflampen sollten an elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) betrieben werden.

Normen

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