Toilette und Bad

Helles Licht vermittelt Sauberkeit

Ob in einem Ärzte- oder in einem Wohnhaus – zahlreiche Praxen verfügen nicht nur über eine „Gästetoilette", sondern über ein komplettes Badezimmer. Die Beleuchtung des Raums ist funktional, bezogen auf einzelne Bereiche wie Toilette, Dusche und Handwaschbecken mit Spiegel. Eine helle gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung vermittelt Sauberkeit, das richtige Licht am Spiegel leuchtet alle Gesichtspartien gleichmäßig aus.

Im Bad treffen Strom und Feuchtigkeit aufeinander. Deshalb müssen für diesen sogenannten Feuchtraum die Sicherheitsvorschriften nach DIN VDE 0100 Teil 701 eingehalten werden.

Allgemeinbeleuchtung für Toilette und Bad

Für die Allgemeinbeleuchtung sind besonders Anbauleuchten und Einbauleuchten geeignet. Nur in kleinen Räumen kann die Spiegelbeleuchtung zugleich die Aufgabe der Allgemeinbeleuchtung übernehmen und das Licht einer zusätzlichen Deckenleuchte ersetzen. Zwei links und rechts vom Spiegel montierte Leuchten sind dann die Mindestausstattung.

Helle Flächen reflektieren besser als dunkle

Die Beleuchtungsstärke muss nach DIN EN 12464-1 mindestens 200 Lux betragen. Mehr Licht oder zumindest eine zuschaltbare Putzbeleuchtung für ein höheres Beleuchtungsniveau ist sinnvoll. Achtung: Helle Flächen reflektieren das Licht besser als dunkle. Die benötigte Leistung für dieselbe Beleuchtungsstärke ist bei dunklen Fliesen sehr viel höher.

Bewegungsmelder schalten das Licht nach Bedarf

Für Toilettenräume mit niedriger Besuchsfrequenz ist die bedarfsabhängige Schaltung des Lichts mit Bewegungsmeldern eine Überlegung Wert. Dafür eignen sich LEDs, die sofort ihre volle Lichtleistung erreichen.

Spiegelbeleuchtung in Toilette und Bad

Die Spiegelbeleuchtung am Waschbecken verdient besondere Aufmerksamkeit: Patienten waschen sich hier ihre Hände und prüfen ihr Erscheinungsbild. Als angenehm wird eine Mischung aus diffusem und gerichtetem Licht empfunden.

Licht für die schattenfreie Wiedergabe der Gesichtspartien

Links und rechts vom Spiegel montierte, nach vorne blendfrei abgeschirmte Leuchten sichern die schattenfreie Wiedergabe aller Gesichtspartien. Ist die Spiegelfläche sehr groß, empfiehlt sich die Installation einer weiteren Leuchte über dem Spiegel – auch ihr Licht darf nicht blenden.

Opalglas-Schirme streuen das Licht weich in den Raum

Angenehm diffuses Licht spenden Spiegelleuchten mit Opalglasschirm: Sie streuen das Licht weich in den Raum. Sehr gute Farbwiedergabeeigenschaften (Index-Ra ≥ 90) der Lichtquellen garantieren natürliches Aussehen im künstlichen Licht. Gut geeignet sind LEDs mit warmweißer Lichtfarbe. Wichtig: Alle Leuchten in Wassernähe müssen nach DIN VDE 0100, Teil 701 mindestens der Schutzart IP X4 entsprechen (geschützt gegen Spritzwasser).

Beleuchtung in Feuchträumen

Wer rechtzeitig plant, hat viel Spielraum, die Beleuchtung nach eigenen Wünschen zu gestalten – und vor allem an genügend Anschlüsse für Decken- und Wandleuchten zu denken. Ganz wichtig aber ist: Das Badezimmer ist ein Ort, in dem Feuchtigkeit und Elektrizität aufeinandertreffen. Bei der Planung müssen deshalb aus Sicherheitsgründen die Installationsvorgaben von DIN VDE 0100 Teil 701 unbedingt beachtet werden.

Danach müssen im Bereich von Dusche oder Badewanne die Leuchten gegen Spritzwasser (Schutzart IP X4) oder Strahlwasser (IP X5) geschützt sein und dürfen nur mit Schutzkleinspannung bis zwölf Volt betrieben werden. Für Licht in der Dusche oder für die Lektüre in der Badewanne empfiehlt sich breit strahlendes Licht aus Downlights. Im Zweifelsfall hilft der Profi: Lichtplaner und Elektroinstallateure sorgen für den fachgerechten Einbau.

Normen

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