Lebensmittel

Qualität und Frische von Lebensmitteln sollen betont werden. Die richtige Beleuchtung, mit der vor allem die Eigenfarben naturgetreu wiedergegeben werden, vermittelt einen appetitlichen Anblick.


Die Warenpräsentation in Lebensmittelgeschäften soll die Frische der angebotenen Produkte hervorheben. Die passende Beleuchtung betont die charakteristischen Eigenfarben und wirkt als verkaufsfördernde Komponente. Die „passenden“ Lichtfarben sorgen ebenso wie ein hoher Farbwiedergabeindex (Ra ≥ 90) der eingesetzten Leuchtmittel dafür, dass die Farben nicht verfälscht, sondern naturgetreu wiedergegeben werden. Dies spielt vor allem bei farbintensivem Obst und Gemüse eine Rolle, aber auch Fleisch oder Wurst benötigen passendes und schonendes Licht mit einer Beleuchtungsstärke von maximal 1.000 Lux (lx). Dabei gilt es, die spezifischen Eigenheiten der Lebensmittel, wie ihre Empfindlichkeit gegenüber Wärme beziehungsweise infraroter (IR) und ultravioletter (UV) Strahlung zu berücksichtigen. So weisen Lichtquellen mit hohem Blauanteil eine energiereichere Strahlung auf als diejenigen mit mehr Rot im Spektrum. Eine effiziente LED-Beleuchtung erzeugt weniger Wärme als herkömmliche Leuchtmittel, weshalb empfindliche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Käse und Backwaren länger frisch bleiben.

Beleuchtung für Theken und Regale

Vielfalt und Qualität frischer Waren zeigen sich besonders gut auf schräg ausladenden Regal- oder Thekenflächen. Hier eignen sich eingebaute LED-Leuchten besonders gut, um die Ware blendfrei und effizient auszuleuchten. Für eine angenehme Grundhelligkeit im Verkaufsbereich sorgen zurückhaltende Strahler und asymmetrische Strahler, die ihr Licht auch auf angrenzende Regale richten. Gibt es zum Beispiel nahe der Back-Station noch eine Sitzecke, trägt eine gemütliche Beleuchtung dazu bei, dass die Kunden gerne noch einen Kaffee oder einen Snack einnehmen (siehe dazu: Licht für Cafeteria und Restaurant).

Zwischen den Regalen werden Einzelleuchten oder Lichtbandsysteme installiert, in deren Tragschienen Leuchten, Downlights und Reflektoren integriert sind. Das Licht wird damit effizient auf die vertikalen Warenflächen gerichtet, während auf der horizontalen Fläche – die Laufflächen – ein geringes Lichtniveau ausreicht. Punktuelle Lichtakzente beleben Rückwände und erhöhen die Fernwirkung.

Lichtquellen für Lebensmittel: sparsam und schonend

Als Leuchtmittel werden im Frischebereich überwiegend effiziente, wartungsarme LED-Lösungen eingesetzt. Sie bieten viele Vorteile, zum Beispiel gerichtetes Licht, das in Abstrahlrichtung nahezu IR- und UV-frei ist sowie die flexible Steuerung der Beleuchtung je nach Warengruppen und Tageszeit. Dabei punkten besonders die in kühler Umgebung hervorragenden Betriebseigenschaften, lange Lebensdauer mit geringem Lichtstromrückgang sowie unterschiedlichen Bauformen. Zudem beeinflusst die Schalthäufigkeit nicht die Lebensdauer der LEDs, und der Lichtstrom steht sofort beim Einschalten zur Verfügung – damit lassen sich solche Lösungen auch für das Notlicht nutzen.

Neben dem Einsatz in Kühlmöbeln, beispielsweise für Molkereiprodukte bzw. abgepackte Fleisch- und Wurstwaren oder Käse, sind LEDs ebenfalls für die appetitliche Inszenierung von Obst und Gemüse oder Backwaren richtig.

Für jede Köstlichkeit die richtige Farbe

Grundsätzlich verlangen die einzelnen Warengruppen ein unterschiedliches Vorgehen bei der Ausleuchtung. Höhere Kontraste lassen Lebensmittel erheblich attraktiver erscheinen. So korrespondiert eine akzentuierte Beleuchtung der Regale mit einer effizienten LED-Beleuchtung in den Theken. Bei der Warenpräsentation spielen spezifische Lichtfarben ihre Stärken aus: Die Rottöne von Fleisch und Wurst werden beispielsweise betont, das Weiß des Fettanteils bleibt gleichzeitig sichtbar. Backofenfrisches Gold betont Brot und Brötchen, und tiefkühlkaltes Weiß bringt auch frischen Fisch auf seinem glitzernden Eisbett groß heraus.

LED-Lösungen für Frischetheken tragen nicht nur der Temperatur- und Lichtempfindlichkeit unterschiedlicher Produkte Rechnung, sondern verhindern auch das Vergrauen von Wurstwaren oder das Schwitzen von Käse – reduzieren also Warenverluste. Zusätzlich lässt sich die benötigte Kühlleistung aufgrund der gegenüber konventionellen Lampen verminderten Strahlungswärme der LED-Leuchten bei geschlossenen Systemen deutlich senken. 

Empfohlene Lichtfarben

Bei der Beleuchtung von Lebensmittel gilt es nicht nur, ihre Empfindlichkeit gegenüber Wärme bzw. Infrarot- (IR) und ultravioletter (UV) Strahlung zu berücksichtigen. Vielmehr müssen die „passenden“ Lichtfarben gewählt werden. Obst und Gemüse mit ihren vielfältigen Eigenfarben verlangen warme Lichtfarbe mit sehr guter Farbwiedergabe.

  • Die Frische von roten und weißen Fischsorten lässt sich mit warmtonigem bzw. mit kühlem Licht betonen.
  • Bei Fleisch und Wurst mit ihrem hohen Rotanteil muss das Weiß des Fettanteils sichtbar bleiben – Filterscheiben übernehmen diese selektive Arbeit.
  • Für gelbfarbige Käsesorten eignet sich eine warme Lichtfarbe, eher weiß erscheinende Sorten benötigen eine kühlere Lichtfarbe.
  • Warme bzw. goldfarbene Lichttöne sind richtig für Backwaren – bis auf Sahnetorten, die eine Umgebung mit weißem Licht benötigt.

Mit LEDs können die Lichtfarben exakt auf die Beleuchtungsaufgabe abgestimmt werden; sie bieten zudem die gewünschte IR- und UV-Freiheit.

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