Neue Ausstellung öffnet im Juni 2026 in Unna
Das Zentrum für Internationale Lichtkunst (ZFIL) in Unna zeigt mit Light Dialogues vom 13. Juni 2026 bis 10. Januar 2027 eine Ausstellung, die Werke aus dem Schauwerk Sindelfingen mit den Räumen und Installationen des Zentrums in den Dialog bringt. Rund 20 ikonische Arbeiten treten in Beziehung zueinander und machen unterschiedliche künstlerische Strategien im Umgang mit Licht sichtbar. Die Schau ist Teil des 25. Jubiläumsjahres des ZFIL.
Drei Themenräume für Form, Farbe und Zeichen
Das Geflecht aus formalen, technischen und inhaltlichen Bezügen offenbart, wie Licht Form und Raum modelliert, wie farbiges Licht Wahrnehmung und Stimmung beeinflusst und wie leuchtende Schrift Bedeutung generiert. Deshalb gliedert sich die Ausstellung in die drei Themenräume Form, Farbe und Zeichen.
Im Bereich Form steht Licht als strukturierendes Element im Vordergrund. Er fokussiert auf Linienführung, Geometrie und räumliche Beziehungen. Die Lichtskulptur „Changing Neon Sculpture“ von Jeppe Hein etwa erinnert trotz fehlender typischer Farben an den Zauberwürfel, einem in den 80er-Jahren beliebten Drehpuzzle.
Um Farbe geht es im nächsten Raum: Hier setzen Künstler die Farbe des Lichts gezielt ein, um Kontraste, Übergänge und Harmonien zu erzeugen, wie bei den intensiv farbigen Arbeiten von Dan Flavin.
Im größten Ausstellungsraum verdichten sich sprachliche Zeichen und visuelle Ebenen. Großformatige Neonwerke von Maurizio Nannucci strukturieren den Raum zwischen den sieben Meter hohen Pfeilern als Abfolge von Aussagen und Gegenbehauptungen.
Darüber hinaus zeigt das Lichtkunstzentrum Exponate von John M. Armleder, Martin Creed, Tracey Emin, Lori Hersberger, Astrid Klein, Brigitte Kowanz, François Morellet und Keith Sonnier.
Das ZFIL präsentiert seit 2001 in den Gewölben der ehemaligen Lindenbrauerei in Unna ausschließlich Lichtkunst. Neben der Dauerschau mit eigener Sammlung internationaler Lichtkunst gibt es regelmäßig wechselnde Ausstellungen.