09.04.2026

Parkhausbeleuchtung: Orientierung statt Angstraum

Eine Modernisierung der Beleuchtung spart viel Energie und Kosten

Veraltete Beleuchtungsanlagen in Parkhäusern und Tiefgaragen verursachen hohe Stromkosten und einen großen Wartungsaufwand. Flackernde Lampen und eine ungleichmäßige Ausleuchtung verunsichern zudem die Nutzer. Eine Sanierung der Beleuchtung verbessert die Orientierung, stärkt das Sicherheitsgefühl und bietet enormes Sparpotenzial.

Viele klassische Lampentypen sind Auslaufmodelle und oft nicht in ausreichender Menge verfügbar. Gerade für Parkgaragen mit einer hohen Anzahl an Lichtquellen sind Leuchtstofflampen deshalb heute keine Option mehr. Neue LED-Leuchten punkten mit einer langen Lebensdauer, geringem Wartungsaufwand und ihrer hohen Energieeffizienz. In Kombination mit Lichtsteuerungssystemen, Präsenzmeldern und tageslichtabhängiger Regulierung lassen sich zusätzlich Energieverbrauch und -kosten senken. Adaptive Lichtlösungen in Parkhäusern passen darüber hinaus ihre Helligkeit dynamisch an die tatsächliche Nutzung an und machen einen guten Eindruck auf Autofahrer: Denn nach dem Losfahren erhellt sich vor ihnen ganz automatisch die Fahrbahn. In ungenutzten Bereichen wird das Licht wieder auf eine Grundbeleuchtung gedimmt, damit kein Strom vergeudet wird.

Sanierungsoptionen: von Retrofit bis zur Neukonzeption
Für die Sanierung der Beleuchtung in Parkhäusern und Tiefgaragen gibt es unterschiedliche Optionen. LED-Austauschlampen erlauben eine vergleichsweise einfache Umrüstung bestehender Leuchten. Das sind entweder Retrofitlampen, die ohne bauliche Veränderungen auskommen, oder Konversionslampen, die einen Eingriff in die elektrische Installation erfordern. Umbau- und Sanierungskits ersetzen das komplette Innere einer Leuchte und sind energieeffizienter. Der vollständige Leuchtentausch gegen moderne LED-Leuchten bringt maximale Effizienz und birgt technisch die meisten Möglichkeiten. Sinnvoll ist dabei eine Neukonzeption der gesamten Anlage, bei der die Leuchten neu positioniert und ihre Lichtverteilung präzise geplant wird. Wie hoch das Einsparpotenzial sein kann, lässt sich mit der Checkliste von licht.de ermitteln.

Lichtmanagement für das Extra an Effizienz
Die intelligente Steuerung der Lichtanlage in Parkgaragen spart zusätzlich Energie und verbessert die Beleuchtungsqualität. Dadurch lässt sich die Beleuchtung dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Das ist vorteilhaft in großen Parkgaragen mit unterschiedlichen Nutzungszonen und -frequenzen. An Übergängen zwischen Tageslicht und künstlichem Licht müssen sich die Augen schnell an wechselnde Helligkeitsverhältnisse gewöhnen. Lichtmanagementsysteme mit Tageslichtsensoren gleichen das aus. Für Parkhäuser schreibt DIN 67528 an Ein- und Ausfahrten tagsüber eine mittlere horizontale Beleuchtungsstärke von mindestens 300 Lux vor, während nachts 50 Lux ausreichen. Zudem sind die Garagenverordnungen der Länder und bei Arbeitsstätten DIN EN 12464 Teil 1 und Teil 2 zu beachten.

Robuste Leuchten für schwierige Umgebungen
Die Umgebungsbedingungen in Parkgaragen – Feuchtigkeit, Staub, Abgase – erfordern robuste Leuchten höherer Schutzart. Sie werden längs der Fahrtrichtung links und rechts von den Bewegungsflächen installiert. Frei strahlende Leuchten sind für die Parkhausbeleuchtung ungeeignet, weil sie schnell verschmutzen und ihr Licht blendet.

Zurück