Automatisierte Abläufe machen Wohnen komfortabler, effizienter und sicherer
Ein Smart Home kann uns viele Alltagsroutinen abnehmen: morgens das Licht einschalten, den Rollladen hochziehen oder auch die Kaffeemaschine starten. Schon fast jeder zweite Haushalt in Deutschland nutzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung, so der Digitalverband Bitkom. Smarte Lampen und Leuchten führen das Ranking an. Sie schalten das Licht automatisch aus, wenn niemand mehr in der Wohnung ist, und rechtzeitig zum Heimkommen wieder ein. Die Beleuchtung lässt sich dimmen und wechselt die Farbtemperatur je nach Tageszeit, spontaner Stimmung oder vorprogrammierter Szene. Ist keine feste Regel hinterlegt, wird das System einfach per App oder Sprachbefehl gesteuert.
Müssen mehrere Anwendungen miteinander kommunizieren, geschieht das meist über WLAN, Bluetooth oder spezielle Funkstandards wie Zigbee oder das vergleichsweise neue, herstellerübergreifende Protokoll Matter. Mit intelligenten Thermostaten und smarten Lichtquellen lässt sich viel Strom sparen. Jedoch verbrauchen automatisierte Anwendungen im Standby auch etwas mehr Energie als analoge.
Alltag entlasten, Notfall melden
Gerade für ältere Menschen können automatisierte Abläufe den Alltag entlasten. Zudem können Notfallsensoren zur Sturzerkennung im Ernstfall einen Hilferuf absetzen. Senioren müssen die finanzielle Last nicht alleine schultern: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert smarte Systeme für den altersgerechten Umbau.
Vernetzt – aber sicher
Smarte Sicherheitstechnik informiert Nutzer auch über Rauch oder unbefugten Zutritt. Laut einer aktuellen Umfrage des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI sind Rauchwarnmelder und elektronischer Einbruchschutz die am meisten verbreiteten Sicherheitsanwendungen. Und smarte Beleuchtung hat den Vorteil, dass sie während des Urlaubs mit programmierten Licht- und Rollladenabläufen eine Anwesenheit simulieren kann, die potenzielle Einbrecher abschreckt.
Um den Wohnraum sicher zu vernetzen, empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die Software aktuell zu halten und Updates vorzunehmen. Zudem sollten keine Standardpasswörter verwendet und die Firewall im Router aktiviert werden – sofern vorhanden. In vielen Fällen reiche es aus, Geräte ausschließlich innerhalb des eigenen Heimnetzes zu verwenden, um das Ausspionieren von Daten zu vermeiden. Gerade Beleuchtung und Rollläden lassen sich mit Zeitplänen oder Szenen ohne Internetanbindung steuern.