22.04.2026

So geht Lichtsanierung – Bestand erfassen und normgerecht planen

Mit Planung, Lichtsteuerung und LED die Stromkosten um bis zu 85 Prozent senken

Bei der Beleuchtungssanierung großer Hallen kann mit Lichtmanagement viel Strom gespart werden. (Foto: licht.de/Signify)

(licht.de) Veraltete Beleuchtungsanlagen sind für viele Betriebe zu einem stillen Kostenfaktor geworden: Sie verbrauchen unnötig viel Energie, erfüllen häufig nicht mehr geltende Normen, und Ersatzlampen sind kaum noch verfügbar. Während die Restbestände schwinden, steigen die Strompreise. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Sicherheit und Lichtqualität. Für Unternehmen, Kommunen und Gebäudebetreiber bedeutet das: Bei der Modernisierung der Beleuchtung geht es nicht mehr um das „Ob“, sondern vielmehr um das „Wann“ und „Wie“.

Vor jeder Sanierung steht die Bestandsaufnahme. Als qualifizierte Grundlage für weitere Entscheidungen liefert sie einen präzisen Überblick über alle vorhandenen Lichtpunkte, ihren Zustand und ihre technischen Eigenschaften, so die Brancheninitiative licht.de. Oftmals werden aufgrund fehlender Wartung oder Umnutzung einzelner Beleuchtungszonen die Anforderungen der Arbeitsstättennorm DIN EN 12464-1 nicht mehr erfüllt. Moderne 3D-Scan-Verfahren helfen, die Immobilie zu digitalisieren – als Datenbasis für die Lichtberechnung.

Von der Altanlage zur smarten Lichtlösung
Für die Modernisierung der Beleuchtung stehen verschiedene Wege offen. Die Entscheidung muss im Einzelfall getroffen werden – je nach Ergebnis der Bestandsaufnahme. Ein einfacher Lampentausch mit Retrofitlichtquellen macht wenig Aufwand, schöpft aber bei Weitem nicht das ganze Sparpotenzial aus und kann auch neue Nutzungsanforderungen nicht erfüllen. Wird zudem ein Eingriff in die Leuchte notwendig, etwa um das Vorschaltgerät zu deaktivieren, ist von Konversionslampen die Rede. Deutlich effizienter im Betrieb sind Umbau- oder Sanierungskits, die das gesamte Innenleben der vorhandenen Leuchte ersetzen.

Die größten Effizienzgewinne bringt jedoch ein kompletter Leuchtentausch. Neue LED-Leuchten punkten mit ihrer optimalen Lichtlenkung, hohen Lichtausbeute und einem geringen Lichtstromrückgang. In Verbindung mit intelligenten Lichtmanagementsystemen können sie bedarfsgerecht nach Anwesenheit und Tageslichtverfügbarkeit gesteuert werden. Eine gute Lichtplanung kann noch etwas mehr rausholen: Durch eine perfekte Platzierung der einzelnen Leuchten im Raum werden oft in Summe weniger gebraucht. Mit einer vollständigen Sanierung kann der Energieverbrauch um bis zu 85 Prozent reduziert werden.

All das bedeutet: Lichtsanierung ist kein Schnellschuss, vielmehr ein strategisches Projekt. Wer systematisch vorgeht – von der Analyse bis zur normgerechten Planung – entwickelt eine zukunftsfähige Beleuchtungsanlage, die Energie spart, Wartungskosten reduziert und den heutigen Anforderungen an Qualität und Sicherheit gerecht wird. Eine Investition, die sich langfristig lohnt – finanziell, technisch und qualitativ.

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