Energieeffizienz: Moderne Lichttechnik spart

Zu den Qualitätsmerkmalen einer Beleuchtungsanlage zählt heute auch ein geringer Energieverbrauch. Effiziente Lichttechnik und die intelligente Nutzung von Tageslicht und Präsenzzeiten schonen die Umwelt und senken die Kosten.


Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen beträgt der Anteil der Beleuchtung am deutschen Stromverbrauch 13 Prozent. Davon entfallen etwa 85 Prozent auf professionelle Beleuchtung, z. B. für Licht in der Industrie, in Handel und Gewerbe, Behörden und Verkehr. Die übrigen 15 Prozent werden für die Beleuchtung privater Haushalte verbraucht.

Komponenten effizienter Beleuchtung

Durch den konsequenten Wechsel zu moderner Lichttechnik kann der Energiebedarf für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent gesenkt werden, im Innen- wie im Außenbereich. Mit der LED ist die Beleuchtung erheblich effizienter geworden – und im gleichen Maß ist auch die Lichtqualität gestiegen. Weitere Komponenten einer effizienten Beleuchtung sind:

  • Qualitätsleuchten mit hohen Betriebswirkungsgraden, geringerem Lichtstromrückgang über die Zeit und optimierter Lichtlenkung, bei denen alle Komponenten – vom Gehäuse über die Steuerung bis zur Lichttechnik – fachgerecht aufeinander abgestimmt sind.
  • Lichtkonzepte mit unterschiedlichen Gruppen, die einzeln und unabhängig voneinander gedimmt und gesteuert werden können.

Wer Leuchten mit einer höheren Schutzart als eigentlich notwendig einsetzt, spart zusätzlich Energie: Weil sie länger sauber bleiben, kann ein niedrigerer Anfangswert bei gleichem Wartungswert gewählt werden.

Der Wechsel zu energieeffizienten LED-Leuchten in Kombination mit Lichtmanagementsystemen und professioneller Lichtplanung spart Strom und Betriebskosten.
Moderne Beleuchtungstechnik bringt mehr Effizienz in der Außenbeleuchtung. Ein Wechsel auf neue LED-Leuchten mit Lichtmanagement spart bis zu 80 Prozent Strom und Kosten.

Energiesparen ist Pflicht

Das GebäudeEnergieGesetz (GEG) ist die deutsche Umsetzung der europäischen Richtlinie 2010/31/EU EPBD (Energy Performance of Buildings Directive). Es stellt Anforderungen an die zu verwendende Technologie für Leuchten und Steuerung in einem Berechnungsmodell, das den Energieverbrauch des geplanten Neubaus mit einem Referenzgebäude vergleicht. Mit der Berechnung wird der Primärenergiebedarf nach DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden – Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung“ ermittelt und im Anschluss genehmigt.

Die energetischen Anforderungen steigen mit jeder Aktualisierung des GEG auch künftig. Derzeit gültig ist DIN V 18599 aus dem Jahr 2018. Beim Verkauf eines Gebäudes muss ein Energieausweis erstellt werden.

Lichtmanagement ist Referenztechnologie

Um die Grenzwerte einzuhalten oder besser noch zu unterschreiten, werden effiziente, dimmbare LED-Leuchten und moderne Lichtsteuersysteme eingesetzt.                                                                                                                                  

Hohes Einsparpotenzial bieten etwa in Innenräumen vor allem jene Bereiche, die nicht ständig genutzt werden, wie Lagerhallen, Verkehrswege oder auch Sanitärräume. Mithilfe von Präsenzmeldern werden Leuchten automatisch gedimmt oder abgeschaltet, wenn kein Licht gebraucht wird. Mit einer Lichtsteuerung kann der Energieverbrauch weiter gesenkt werden. Am besten sieht die Bilanz aus, wenn moderne LED-Leuchten, Tageslicht- und Präsenzschaltung kombiniert werden: Gegenüber einer Altanlage aus den 80er-Jahren lassen sich dann bis zu 80 Prozent Energie und Kosten sparen.

Der Gesetzgeber hat das erkannt – und den Einsatz von Lichtmanagementsystemen in solchen Bereichen zur Referenztechnologie erklärt. Das bedeutet: Eine Lichtsteuerung wird als Mindeststandard vorausgesetzt.

Wichtig: Beleuchtungsqualität einhalten

Sparmaßnahmen dürfen aber nicht zulasten der Lichtqualität gehen. So müssen Arbeitsplätze nach der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.4 ausreichend Tageslicht erhalten und mit einer angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein. Und DIN EN 12464-1 fordert, das künstliche Licht mit möglichst geringem Energieaufwand zu erzeugen. Aber unter der Vorgabe, „keinen Kompromiss zu Lasten der lichttechnischen Gütemerkmale ... einzugehen, nur um den Energieverbrauch zu senken“ (Ziffer 4.9).

Somit wird deutlich: Eine gute Beleuchtungsanlage ist energieeffizient – und berücksichtigt ebenso die visuellen, emotionalen und biologischen Wirkungen von Licht.

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