(Foto: licht.de/Waldmann)

Licht für die Arztpraxis

Empfangsbereich, Sprechzimmer und medizinische Untersuchung: In Arztpraxen muss die Beleuchtung verschiedene Aufgaben erfüllen. Maßgeschneiderte Planung sorgt dafür, dass für alle Sehaufgaben das richtige Licht zur Verfügung steht und Patienten sich gut aufgehoben fühlen.


Zwei Aspekte bestimmen die Lichtplanung für Arztpraxen: Zum einen brauchen Mediziner und Mitarbeiter in Behandlungsräumen, an Bildschirmarbeitsplätzen oder im Labor funktional optimales Arbeitslicht, zum anderen sollten Wartezonen und auch Sprechzimmer eine Lichtatmosphäre bieten, die dem Patienten Vertrauen und Ruhe vermittelt. Mit flexiblen LED-Systemen und einer komfortablen Lichtsteuerung lassen sich flexible Beleuchtungskonzepte einfach und effizient umsetzen

Licht für Empfang und Wartezimmer

Der Empfang ist die Visitenkarte einer Praxis. Er gibt dem Patienten einen ersten Eindruck und ist zugleich Arbeitsplatz der Sprechstundenhilfen. Hier ist eine helle, gleichmäßige und freundliche Beleuchtung richtig. Für Arbeiten am Computer gelten die Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze mit mindestens 500 Lux und Blendfreiheit.

Gutes Leselicht in Wartebereichen spenden abgependelte Leuchten, eventuell ergänzt durch Wandleuchten mit direkt/indirekter Lichtverteilung, für eine Beleuchtungsstärke von 300 Lux.

Licht für Behandlungsräume

Im Sprechzimmer brauchen Arzt und Mitarbeiter eine gute Allgemeinbeleuchtung mit einem gleichmäßigen Beleuchtungsniveau von rund 500 Lux und eine flexible Beleuchtung für Untersuchungen. Mit intelligenten Steuerungssystemen kann das Licht einfach geschaltet und gedimmt werden. Denn die jeweils optimale Beleuchtungsstärke kann zwischen 5 Lux, zum Beispiel bei speziellen Augen- oder Ohrenuntersuchungen, und mehreren 1.000 Lux liegen. Eine sehr gute Farbwiedergabe mit mindestens Ra ≥ 90 ist Pflicht.

Auch in Untersuchungsleuchten werden lichtstarke LEDs verbaut. Vorteile sind hier ihre lange Lebensdauer, die Wartungen auf ein Minimum begrenzt, ihre geringe Wärmeentwicklung und die Möglichkeit, LEDs in unterschiedlichen Weißtönen in einer Leuchte zu integrieren. Diese Farbmischung bietet die Option, das weiße Licht per Knopfdruck oder Fernbedienung je nach Untersuchung zu variieren: zum Beispiel Neutralweiß für allgemeine Untersuchungen, warmweißes Licht zur Beurteilung der Hautoberfläche, kühlweißes Licht zur schnellen Identifikation von Gefäßen. Hinweise zu den Mindestanforderungen an die Beleuchtung geben DIN EN 12464-1 und DIN 5035-3.

Tipp für die Sanierung: Vertikale Beleuchtungsstärke

In allgemeinmedizinischen Behandlungsräumen steht die visuelle Kommunikation zwischen Arzt und Patient im Vordergrund. Hier ist eine gute vertikale Beleuchtungsstärke auf den Gesichtern wichtig. Gut geeignet sind LED-Hängeleuchten, ausgerichtet nach den Arbeitszonen. Die Behandlungsliege muss zusätzlich beleuchtet werden, um die dort erforderlichen 1.000 Lux zu erreichen. Hier empfehlen sich dimmbare Leuchten, die im reduzierten Betrieb – z. B. 20 Prozent – zu einer angenehmen Allgemeinbeleuchtung beitragen und für die Untersuchung und Behandlung hoch gedimmt werden.

Je nach Bedarf ist eine zuschaltbare Untersuchungsleuchte vorzusehen.

Sanierungsbeispiel für eine Arztpraxis
Lösungsbeispiel für eine Beleuchtung einer Arztpraxis mit Berechnung der Energieeinsparung nach einer Sanierung.

Zurück