(Foto: licht.de/ERCO, Fotografie: Sebastian Mayer)

Licht im Büro

Zwischen Telefon, Tastatur und Teamsitzung: Im modernen Büroalltag folgen unterschiedliche Tätigkeiten rasch aufeinander. Eine gut geplante Beleuchtung sorgt für beste Arbeitsbedingungen und eine inspirierende Raumatmosphäre.


Ob Einzel-, Zwei-Personen- oder Teambüro: Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter nehmen deutlich zu, wenn sie sich in ihrer Arbeitsumgebung wohlfühlen. Die Beleuchtung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie fördert Konzentration und Kommunikation – und trägt zu mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz bei.

Bei der Planung werden drei Dimensionen von Beleuchtungsqualität berücksichtigt (mehr Infos gibt es im Anwendungsbeispiel Büro):

  • Visuelle Lichtqualität – sie ist Voraussetzung für störungsfreies Sehen, fördert Sehleistung und Sehkomfort. Dabei gilt: Je schwieriger die Sehaufgaben, desto höher sollte die Beleuchtungsstärke sein. Zusätzliche Platzleuchten erlauben individuelle Anpassungen der Beleuchtungsstärke.
  • Emotionale Lichtqualität –Tages- und Kunstlicht inszenieren Architektur und Raum. Im Zusammenspiel mit einem Lichtmanagement sorgen sie für ein angenehmes Lichtklima, hohen Komfort und sparen zugleich viel Energie ein. Eine integrierte Sensorik regelt das künstliche Licht je nach einfallendem Tageslicht – und unterschiedliche Lichtszenen, die im Voraus programmiert werden können, schaffen Abwechslung.
  • Nicht-visuelle Lichtwirkungen – sie bringen die Dynamik des natürlichen Tageslichts ins Büro. Unterschiedliche Beleuchtungsstärken und wechselnde Lichtfarben zitieren den Tagesverlauf, fördern den Tag-Nacht-Rhythmus und das Wohlbefinden.

Moderne Beleuchtungslösungen nach dem Human-Centric-Lighting-Konzept berücksichtigen alle drei Komponenten und bieten das bestmögliche Licht am Arbeitsplatz. Für die Allgemeinbeleuchtung im Büro empfiehlt sich eine Kombination aus direkt und indirekt strahlendem Licht. Ebenfalls im Trend liegen Leuchten mit großflächigen Abdeckungen, die mit LEDs homogen und effizient beleuchtet werden.

Tipp für die Sanierung: Direkter Leuchtentausch

Rastereinbauleuchten mit vier Lampen je 18 Watt (T26), die noch häufig in Büroräumen zu sehen sind, können oft direkt gegen LED-Einbauleuchten mit einem Leuchtenlichtstrom von 3.700 Lumen ersetzt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Leuchten für Bildschirmarbeitsplätze geeignet sind.

Anwesenheitserfassung und eine tageslichtabhängige Lichtregelung reduzieren den Energiebedarf zusätzlich. In einem Gruppenbüro mit mittlerer Tageslichtversorgung lässt sich damit beispielsweise eine Energieeinsparung von 55 Prozent erzielen. Gut geeignet sind Lichtmanagementsysteme mit DALI-Schnittstelle, wie sie auch für die Beleuchtung mit Leuchtstofflampen verwendet werden.

Sanierungsbeispiel für ein Büro
Lösungsbeispiel für eine Bürobeleuchtung mit Berechnung der Energieeinsparung nach einer Sanierung.

Zurück