Licht in der Parkgarage

Zu- und Ausfahrten von Tiefgaragen und Parkhäusern sind Unfallschwerpunkte. Gute Beleuchtung garantiert einen reibungslosen Betrieb und erhöht die Sicherheit.


In Parkhäusern und Tiefgaragen ist Verkehrssicherheit erstes Gebot, denn hier begegnen sich fahrende und einparkende Autofahrer, Zweiradfahrer und Fußgänger. Eine gute Beleuchtung ohne Dunkelzonen senkt die Unfallgefahr, erleichtert die Orientierung und das Erkennen von Fahrzeugen, Personen und Hindernissen.

Für Parkhäuser schreibt DIN 67528 (2018-04) an Ein- und Ausfahrten tagsüber eine Beleuchtungsstärke von mindestens 300 Lux vor, während nachts eine Beleuchtungsstärke von 50 Lux gefordert wird. Die Begründung liegt darin, dass das Auge sich tagsüber nur mit einer zeitlichen Verzögerung von der mit Tageslicht hellen Umgebung an die vergleichsweise dunkle Einfahrtszone in Parkhäusern oder Tiefgaragen anpasst (Adaptation). Eine geeignete Maßnahme ist die Reduzierung der Leuchtenabstände und/oder Erhöhung der Leuchtenbestückung für die Anforderungen tagsüber und eine Dimmung der Leuchten während der Nacht. Zusätzlich unterstützen helle Wände in der Ein- und Ausfahrtszone nicht nur ein höheres Beleuchtungsniveau, sondern heben diese Bereiche hervor.

Leuchten werden links und rechts der Zufahrtswege installiert und sollten für eine gleichmäßige Beleuchtung sorgen. Geeignete Abdeckungen und eine präzise Ausrichtung verhindern, dass Autofahrer geblendet werden; eine hohe Schutzart beugt Schäden durch Feuchtigkeit und Schmutz vor.

Liegt die Schranke nicht in diesem Bereich, sollte sie separates Licht erhalten, um das Bedienen des Kartenschalters zu erleichtern. Bei Nacht sind mindestens 75 Lux (entspricht der geforderten zylindrischen Beleuchtungsstärke von 50 Lux) auf der gesamten Parkfläche vorgesehen. Mehr Licht ist sinnvoll – und bringt mehr Sicherheit für Fußgänger und Autofahrer. Zugleich schützt eine gute Beleuchtung wirksam vor kriminellen Übergriffen.

LEDs und Lichtmanagement

In Parkhäusern ist die Beleuchtung oft rund um die Uhr eingeschaltet. Betreiber sind daher an einem möglichst kostengünstigen Betrieb interessiert. Für Energieeffizienz, weniger Kosten und hohe Lichtqualität sorgen folgende Komponenten:

  • Bestens geeignete Lichtquellen sind LEDs. Sie arbeiten sehr effizient, lassen sich gut steuern, sind unempfindlich gegen Kälte und punkten mit einer sehr langen Lebensdauer. Das spart zusätzlich Wartungskosten. Und auch die in Parkhäusern vorgeschriebene Not- und Sicherheitsbeleuchtung lässt sich bei LED-Systemen einfach integrieren.
  • Ein elektronisches Lichtmanagement sorgt für hohe Ersparnis und zusätzlichen Komfort. Dazu zählen zum Beispiel Präsenzdetektoren: Sie aktivieren die Beleuchtung und erhöhen die Helligkeit automatisch, wenn sich Autos oder Personen nähern. Wird das Parkgebäude auch mit Tageslicht versorgt, passt eine intelligente Steuerung die künstliche Beleuchtung nach Bedarf an.

Investitionskosten für eine Sanierung rechnen sich bei langen Einschaltzeiten und steigenden Stromkosten rasch. Denn je länger die Beleuchtung arbeitet, umso schneller amortisiert sich eine effiziente Anlage.

Tipp für die Sanierung: Gezieltes Dimmen spart

Feuchtraumleuchten für Leuchtstofflampen mit Kunststoffgehäuse können im günstigen Fall im direkten Austausch gegen LED-Leuchten mit breitstrahlender Lichtverteilung ersetzt werden. Für den Nachweis der Normenkonformität ist hierbei eine lichttechnische Planung unbedingt erforderlich.

Ein gezieltes Hochdimmen nur derjenigen Bereiche, in denen Bewegung erfasst wird, kann hohe Einsparpotenziale erschließen. Eine auf 20 Prozent reduzierte Beleuchtung in den übrigen Bereichen reicht zu einer sicheren Orientierung aus.

Die Einfahrt muss stets mit 100 Prozent beleuchtet sein. Vorzugsweise können auch hier Lichtmanagementsysteme mit DALI-Schnittstelle eingesetzt werden.

Sanierungsbeispiel für eine Parkgarage
Lösungsbeispiel für eine Beleuchtung einer Parkgarage mit Berechnung der Energieeinsparung nach einer Sanierung.

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