(Foto: licht.de/Norka)

Licht in der Produktion

Die Beleuchtung von Arbeitsplätzen in Industrie und Handwerk muss höchsten Ansprüchen an Qualität und Sicherheit genügen. Das richtige Licht trägt nachweislich dazu bei, Fehlerquoten und Krankheitszeiten zu reduzieren.


Zahlreiche Studien belegen, dass mit gutem Licht und höheren Beleuchtungsstärken die Produktivität im Unternehmen gesteigert werden kann:  

  • Ältere Mitarbeiter haben in der Regel einen höheren Lichtbedarf.
  • Auch jüngere Mitarbeiter arbeiten konzentrierter, sind leistungsfähiger.
  • Die Fehlerquote nimmt messbar ab.
  • Arbeitsunfälle und Krankheitsstand sinken spürbar.

Leuchtenauswahl

In Produktionshallen bis 6 Meter Höhe sollten breit- und tiefstrahlende LED-Lichtbänder für die Allgemeinbeleuchtung in Reihen parallel zur Hauptblickrichtung installiert werden. Zusätzliche Einzelplatzleuchten müssen auf die spezielle Sehaufgabe abgestimmt sein. Alternativ können spezielle Leuchten arbeitsplatzbezogen installiert werden. Ab mehr als 6 Meter Raumhöhe sind Hallenspiegelleuchten die richtige Wahl. Das ergonomisch richtige Licht ist blendfrei und hat eine sehr gute Farbwiedergabe.

Hinweise für die Planung geben DIN EN 12464-1 und die Arbeitsstättenrichtlinien. Die Beleuchtung in Industrie und Handwerk muss oftmals hohen Anforderungen an die elektrische, thermische und mechanische Sicherheit genügen. Klären Sie die erforderlichen Schutzklassen und Schutzarten der Leuchten, informieren Sie sich über erforderliche Brandschutzbestimmungen und Ex-Vorschriften sowie über die mechanische Beanspruchung der Leuchten. Achten Sie auch darauf, dass eine normgerechte Not- und Sicherheitsbeleuchtung installiert ist.

LED-Leuchten eignen sich gut für den Einsatz in der Produktion: Langlebig und äußerst effizient, spenden sie sofort flackerfreies gleichmäßiges Licht und sind unempfindlich gegen Vibrationen. Weitere hohe Einsparungen können durch Nutzung von Tageslicht, z. B. mit Sheddächern oder Lichtkuppeln, erzielt werden. Künstliches Licht wird dann nur nach Bedarf hinzugeregelt; das spart Stromkosten und Wartungen.

Tipp für die Sanierung: Reflektorlampen ersetzen

Auch in Industriehallen ist es in vielen Fällen sinnvoll und möglich, bei einer Sanierung die Anordnung der Leuchten beizubehalten. Dabei sollten speziell für diesen Zweck entwickelte LED-Leuchten eingesetzt werden. Sie ermöglichen ein maximales Einsparpotenzial – und weisen einen ausreichenden Netto-Lichtstrom sowie eine geeignete Lichtverteilung auf, um eine alte Reflektorlampe zu ersetzen, die noch mit Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (zum Beispiel in der Leistungsstufe 250 Watt) bestückt ist. Dieser Lampentyp darf wegen seiner schlechten Energiebilanz seit 2005 nicht mehr in den Markt gebracht werden (EU-Verordnung 245/2009/EG).

Der Nachweis einer lichttechnischen Planung ist dennoch erforderlich, damit die Anforderungen des Arbeitsschutzes gewährleistet sind. Ist ausreichend Tageslicht vorhanden, kann in Einzelfällen durch eine Konstantlichtregelung noch weitere Energie eingespart werden.

Sanierungsbeispiel für die Produktion
Lösungsbeispiel für eine Beleuchtung in der Produktion mit Berechnung der Energieeinsparung nach einer Sanierung.

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