Das GebäudeEnergieGesetz (GEG)

Ein wichtiges Instrument der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik ist das GebäudeEnergieGesetz GEG des Bundes. Der Nachfolger der EnEV ebnet seit 2020 den Weg für effiziente Beleuchtungsanlagen mit modernem Lichtmanagement.


Das GebäudeEnergieGesetz (GEG) ist die deutsche Umsetzung der europäischen Richtlinie 2010/31/EU EPBD (Energy Performance of Buildings Directive). Es stellt Anforderungen an die zu verwendende Technologie für Leuchten und Steuerung in einem Berechnungsmodell, das den Energieverbrauch des geplanten Neubaus mit einem Referenzgebäude vergleicht. Mit der Berechnung wird der Primärenergiebedarf nach DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden – Berechnung des Nutz-, End- und Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwarmwasser und Beleuchtung“ ermittelt und im Anschluss genehmigt.

Die energetischen Anforderungen steigen mit jeder Aktualisierung des GEG auch künftig. Derzeit gültig ist DIN V 18599 aus dem Jahr 2018. Beim Verkauf eines Gebäudes muss ein Energieausweis erstellt werden.

Die DIN V 18599 ist mehrteilig aufgebaut. Teil 4 behandelt den Nutz- und Endenergiebedarf für die Beleuchtung. Hierbei werden statistisch ermittelte Daten für die Energieeffizienz der eingesetzten Technologien sowie der Beleuchtung verwendet. Teil 10 nennt die Nutzungsrandbedingungen, wie etwa Betriebsstunden oder die angenommene Abwesenheit in einem Einzelbüro.

Seit 2020 sind im GEG die zuvor parallelen Bestimmungen zum Energieeinsparungsgesetz (EnEG), der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in einem gemeinsamen Regelwerk zusammengeführt.

Fachgerechte Planung senkt Energiebedarf

Eine Möglichkeit die Energieeffizienz zu erhöhen, ist die fachgerechte Planung. Mit einer lichttechnischen Planung lassen sich Lichtmenge und Leistung genau ermitteln und optimieren. Zudem kann eine Aussage getroffen werden, ob und inwieweit die Anforderungswerte nach DIN V 18599 unterschritten werden können.

Lichtplanung beinhaltet nicht nur die Erfüllung der lichttechnischen Qualitätsanforderungen nach DIN EN 12464-1, sondern auch die Erstellung eines Wartungsplans. Dieser legt etwa Reinigungsintervalle fest. Werden Leuchten häufiger gesäubert, kann die Systemleistung der Leuchte reduziert werden. Im Idealfall lässt sich so sogar die Anzahl der Leuchten im Raum verringern.

Wartung und Reinigung haben erheblichen Einfluss auf die Energieeffizienz eines Gebäudes – insbesondere bei Einsatz eines Lichtmanagements mit Tageslichtsteuerung. Zur besseren Wirtschaftlichkeit sollten Wartungszyklen für die Beleuchtung mit der schon heute regelmäßig notwendigen Wiederholungsprüfung der jeweiligen elektrischen Anlagen zusammenfallen, wie Vorschrift A3 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) fordert.

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