28.10.2026

Natürlich wirkendes Licht

Der wenig bekannte Ra-Wert auf der Lampenpackung macht einen großen Unterschied

Wie natürlich Gesichter oder Gegenstände im Schein einer Lichtquelle wirken, beschreibt der Farbwiedergabeindex. Denn unser Farbeindruck entsteht erst aus dem Zusammenspiel zwischen den Farben der betrachteten Gegenstände und der spektralen Zusammensetzung des Lichts. Ist im Spektrum zum Beispiel nur wenig Rot enthalten, sieht eine Tomate eher orangefarben aus. Die Qualität dieses Zusammenspiels misst der allgemeine Farbwiedergabeindex Ra (englisch: Colour Rendering Index, CRI).

Wie Ra zustande kommt
Der beste Wert wäre Ra 100. Eine niedrige Ra-Angabe steht für einen schlechten Farbeindruck. Lichtquellen werden im sogenannten Testfarbenverfahren bewertet. Dabei kommen 14 festgelegte Testfarben zum Einsatz, die in unserer Umwelt besonders häufig vorkommen. Jede davon wird zweimal betrachtet: einmal unter einer Bezugslichtquelle, die per Definition den Bestwert Ra 100 hat, und einmal unter der Lichtquelle, die auf den Prüfstand muss. Anschließend wird mit einer mathematischen Formel errechnet, wie stark sich die Farben im direkten Vergleich unterscheiden. Die Faustregel: Je kleiner die Abweichung, desto naturgetreuer die Farbwiedergabe der getesteten Lichtquelle. Je größer sie ausfällt, desto schlechter schneidet das Licht ab.

Die richtige Farbwiedergabe für Innenräume
Die Beleuchtung in Innen- und Wohnräumen sollte mindestens Ra 80 aufweisen. Bei Farbprüfungen in der Industrie müssen es schon Werte über 90 sein. Heute erreichen LED je nach Typ und Qualität bis zu Ra 98. Das ist mehr, als klassische Leuchtstoff- oder Energiesparlampen jemals boten.

Zurück