24.06.2026

„The Lighthouse“ in der Speicherstadt

Hamburg will Hotspot der Lichtkunst werden und plant 2027 ein Festival

Es gibt Orte, die tagsüber beeindrucken – und sich abends in etwas Neues verwandeln. Die Hamburger Speicherstadt gehört in diese Kategorie: Das UNESCO-Welterbe aus Backstein-Kontorhäusern und Wasserwegen erhält durch seine Beleuchtung nach Einbruch der Dunkelheit eine ganz eigene Atmosphäre. Über zwei Jahrzehnte lang hat sich der Verein Licht-Kunst-Speicherstadt für die Illumination des Ensembles eingesetzt. Seit 2025 trägt die Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) die Verantwortung für die Fassadenbeleuchtung. Jetzt richtet sich der Verein neu aus und will Hamburg als Standort für ein internationales Lichtkunstfestival profilieren.

Neues Wahrzeichen „The Lighthouse“
Den Auftakt bildet die Installation „The Lighthouse“ des spanischen Künstlers Xavier Bové, die seit Februar dieses Jahres das nächtliche Antlitz des Internationalen Maritimen Museums prägt. Inspiriert von Fresnel-Linsen und maritimen Signaltechnologien lässt die Installation die Fassaden des Museums rhythmisch aufleuchten. Unterwasserbeleuchtung und ein Lichtstrahl vom Dach in den Himmel ergänzen die Fassadeninszenierung. Dazu erklingt ein mehrkanaliges Soundscape mit Stimmen von Seeleuten, die von Fernweh und Heimkehr sprechen. Das Werk erinnert an Hamburgs Rolle als Hafenstadt und Knotenpunkt zwischen Kontinenten und Menschen.  

Festival ab 2027
Zugleich gibt die Installation einen Vorgeschmack: Im kommenden Jahr ist ein internationales Lichtkunstfestival geplant, das anschließend jährlich fortgeführt und erweitert werden soll. Der Verein will die Hansestadt künftig als Standort für herausragende Lichtkunst etablieren.

Zurück