02.09.2026

Wenn der Abend plötzlich früher kommt

Werden die Tage kürzer, brauchen wir länger elektrisches Licht

Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Reichte vor Kurzem noch das Tageslicht aus, wird nun immer öfter der Lichtschalter betätigt. Schleichend werden die Tage kürzer: Täglich sind es etwas mehr als drei Minuten weniger Tageslicht in der Mitte von Deutschland im August. Das klingt zunächst nicht viel. Doch genauer betrachtet, geht die Sonne etwa in Frankfurt am Main Ende August schon fast eine Stunde früher unter als am Monatsersten. Deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die heimische Beleuchtung auf den Prüfstand zu bringen.

Wo die richtige Beleuchtung jetzt zählt
Besonders bei anspruchsvollen Sehaufgaben fällt der fehlende Tageslichtanteil am frühen Abend auf. Die Augen werden ohne zusätzliche Beleuchtung mehr gefordert und ermüden schnell. Abhilfe bei der Arbeit am Schreibtisch bieten zum Beispiel Deckenfluter mit einem angenehmen direkten und indirekten Lichtanteil oder eine separate Schreibtischleuchte. Für konzentriertes Arbeiten wird eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux empfohlen. Die Maßeinheit Lux gibt an, wie viel Lichtstrom auf eine bestimmte Fläche fällt – in diesem Fall die Tischfläche.

Ausreichend Licht verhindert Unfälle
Auch bei der Essenszubereitung muss genug Licht vorhanden sein, um sicher mit scharfen Messern und heißen Töpfen hantieren zu können. Eine einzelne Deckenleuchte in der Küche reicht dafür selten aus. Beim Kochen am Herd oder beim Gemüseschneiden stehen wir dann mit dem Rücken zum Licht. Und der eigene Schatten beeinträchtigt die Sicht, das Verletzungsrisiko steigt.

Unterbauleuchten unter den Hängeschränken, eine zusätzliche Deckenleuchte oder Wandleuchten über der Arbeitsfläche beleuchten den Küchenarbeitsplatz direkt und schattenfrei. Hier kommt es zudem auf eine gute Farbwiedergabe an: mindestens Ra 80 oder mehr. Der Wert findet sich auf der Verpackung eines Leuchtmittels und gibt an, wie naturgetreu Farben unter Kunstlicht erscheinen. Ist er hoch genug, können die Frische von Lebensmitteln oder der Gargrad richtig eingeschätzt werden. Steht das Essen dann auf dem Tisch, darf es gemütlicher zugehen: In Wohnräumen sind 300 Lux ausreichend. Beliebt sind warmweiße Lichtfarben unter 3.300 Kelvin. Und gedimmte Leuchten lassen im Laufe des Abends auch den Körper besser zur Ruhe kommen.

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