So stimmt die Beleuchtung

Sie wundern sich, weshalb die blauen Socken morgens so schwer von den schwarzen zu unterscheiden sind, obwohl in Ihrem Schlafzimmer spezielle Strahler installiert sind, die das Schrankinnere beleuchten? Vielleicht sind die Leuchtmittel nicht leistungsstark genug – oder ihre Farbwiedergabeeigenschaften stimmen nicht. Noch nie gehört? Eine kurze Einführung in lichttechnische Gütemerkmale zeigt Ihnen, worauf es ankommt. So stimmt auch Ihre Beleuchtung! 

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe beschreibt, welche Eigenfarbe das Licht eines Leuchtmittel hat. Sie wird als Farbtemperatur in Kelvin (K) gemessen. Wichtige Lichtfarben für den Wohnbereich sind: Warmweiß (unter 3.300 K), Neutralweiß (3.300 bis 5.300 K) und Tageslichtweiß (über 5.300K). Lichtfarben beeinflussen unsere Stimmung: warme Lichtfarben wirken beruhigend, kühle Lichtfarben anregend.

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabeeigenschaft einer Lichtquelle gibt an, wie natürlich die Farben unserer Umgebung unter ihrem Licht wirken. Erscheinen Hautfarben zum Beispiel farblos, liegt dies nicht etwa an der kühlen Lichtfarbe des Leuchtmittels, sondern an ihrer schlechten Farbwiedergabe. Der Farbwiedergabeindex informiert über die Qualität der Lichtquelle: Optimal ist Ra = 100. Für Wohnräume sollten mindestens Ra ≥ 80 erreicht werden. Halogenlampen erreichen Ra = 100, LED Ra = 90 und Energiesparlampen in der Regel Ra ≥ 80.

Lichtausbeute

Die Lichtausbeute gibt an, wie energieeffizient eine Lichtquelle arbeitet. Sie sagt aus, wie viel Lichtstrom (= Lumen, lm) pro Watt erzeugt wird (= Lumen pro Watt, lm/W). Einige Beispiele: Halogenlampen erreichen bis zu 18 lm/W, LEDs bis zu 134 lm/W, Energiesparlampen 75 lm/W und stabförmige Leuchtstofflampen bis 104 lm/W.

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke hat großen Einfluss darauf, wie schnell, sicher und leicht eine Sehaufgabe – zum Beispiel beim Lesen oder bei der Arbeit am Computer – von den Augen bewältigt wird. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen. Sie beschreibt die Lichtmenge, die auf eine Fläche trifft.

Blendung vermeiden

Blendung beeinträchtigt die Sehleistung und führt auf Dauer zu Ermüdung und Konzentrationsschwäche. Sie sollte deshalb in jedem Fall vermieden werden. Achten Sie darauf, dass Lichtquellen nicht direkt blenden und Leuchten so ausgerichtet sind, dass ihr Licht weder direkt blendet noch durch Spiegelungen auf glänzenden Materialien.

Spiel mit Licht und Schatten

Gleichmäßig hell ausgeleuchtete Räume sind ungemütlich. Erst das Zusammenspiel von Licht und Schatten gibt Gegenständen Kontur – und bringt Spannung in den Raum. Ideal zum Wohnen ist eine Kombination aus indirektem, diffusem Licht (z.B. Deckenfluter) mit gebündeltem, direktem Licht (z.B. Downlights oder Spots).

Sie möchten gerne mehr über lichttechnische Gütemerkmale erfahren? In der Rubrik „Trends+Wissen“ gibt’s weitere Infos zur Beleuchtungsqualität.

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