(Foto: licht.de/ERCO, Fotografie: Edgar Zippel)

Innovative Lichttechnik für die Sanierung

Innerhalb eines Jahrzehnts hat die Lichtindustrie neue Technologien entwickelt, die sehr effizient zu mehr Beleuchtungsqualität beitragen. Zu den wichtigsten Bausteinen einer modernen Beleuchtung zählen LED-Lösungen, Lichtsteuerung und Human Centric Lighting (HCL), das mit den nicht-visuellen Wirkungen von Licht zu mehr Wohlbefinden beiträgt.


Während bei Neubauten die Beleuchtung mit dem gesamten Gebäude in einem Guss geplant und optimiert werden kann, sind bei der Sanierung oft die Besonderheiten im Gebäudebestand zu berücksichtigen. Aber auch hier können die einzelnen Komponenten moderner Lichttechnik meistens problemlos kombiniert werden:

  • Energiesparende Lichtquellen wie LEDs sind die Basis effizienter Beleuchtung.
  • Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) sorgen dafür, dass Lichtquellen effizient arbeiten.
  • Optimierte Leuchten lenken das Licht dorthin, wo es benötigt wird, und vermeiden Streuverluste.
  • Elektronisches Lichtmanagement richtet die Beleuchtung am tatsächlichen Bedarf aus.

LEDs: Qualität macht sich bezahlt

LED-Lösungen sind in der Beleuchtung heute Standard. Der Markt für LED-Lösungen wächst noch immer rasant. Allerdings hält das Angebot nicht immer, was es verspricht. Achten Sie insbesondere bei LED-Lösungen deshalb darauf, dass der Hersteller eine gleichbleibend hohe Qualität bietet. Sonst kann es im Betrieb zu bösen Überraschungen kommen, wenn die Angaben zu Lichtqualität, Farbtemperatur und -wiedergabe sowie homogener Lichtfarbe nicht stimmen (siehe dazu auch: LED).

Erklären Sie Ihren Kunden, dass sich eventuell höhere Investitionskosten für hochwertige Produkte dank exzellenter Effizienz und langer Lebensdauer oft schon nach kurzer Zeit rechnen.

LED-Merkmal Vorteil & Nutzen Lichtanwendungsbeispiele

hohe Effizienz

geringe Betriebskosten Fertigungshallen mit Mehrschichtbetrieb

lange Lebensdauer

geringe Wartungskosten, vor allem bei schwer zugänglichen Leuchten Produktionshallen mit Mehrschichtbetrieb, Tennishallen

gute bis sehr gute Farbwiedergabe

 natürlicher Farbeindruck  Zahnarzt-, Hautarztpraxen

breites Spektrum weißer Lichtfarben

Voraussetzung für circadiane Beleuchtung Gemeinschaftsräume in Altenheimen
robuster Aufbau Einsatz auch unter erschwerten mechanischen Bedingungen Maschinenleuchten
keine Wärme im Strahlengang geeignet auch zur Anstrahlung wärmeempfindlicher Objekte Beleuchtung von Lebensmitteln
keine UV-Strahlung geeignet auch zur Anstrahlung UV-empfindlicher Objekte Schaufenster
Sofortstart sofort 100 % Licht nach dem Einschalten Treppenhäuser, Schaltzentralen oder Haustechnikräume
Tieftemperatursicherheit Sofortstart auch bei tiefen Temperaturen Kühlhäuser
hohe Schaltfestigkei Lebensdauer wird durch häufiges Schalten nicht beeinflusst Anwendungen mit Bewegungsmeldern (z. B. Flure oder Treppenhäuser)
Am Morgen sorgt eine gleichmäßig flächige Beleuchtung für eine angenehm homogene Helligkeit. Frisch wirkt die eher kühle, diffuse Lichtstimmung mit 4.000 Kelvin. (Foto: licht.de/ERCO, Fotografie: Alexandra Lechner)
Später am Tag wird der Fokus auf die Beleuchtung einzelner Tische gelegt: Richtstrahler mit warmweißen LEDs spenden punktuelles Licht. (Foto: licht.de/ERCO, Fotografie: Alexandra Lechner)
Im Verlauf des Tages werden die Lichtfarben wärmer bis am Abend Strahler mit 3.000 Kelvin Tische und Gedecke ausleuchten. (Foto: licht.de/ERCO, Fotografie: Alexandra Lechner)

Lichtsteuerung – Hebel für mehr Effizienz

LEDs können exakt gesteuert und stufenlos gedimmt werden. Damit eignen sie sich ideal für intelligente Lichtmanagementsysteme. Diese sind unverzichtbar, wenn eine Beleuchtungsanlage alle Effizienzpotenziale ausschöpfen soll – und aus diesem Grund auch im  aktuellen Gebäudeenergiegesetz (GEG) als Referenztechnologie verankert.

Lichtmanagementsysteme lassen sich problemlos in Bestandsbauten integrieren, am einfachsten per Funklösung. Präsenzmelder verhindern unnötige Betriebszeiten, schalten z. B. das Licht automatisch ab, wenn Räume wie Flure oder Treppenhäuser nur sporadisch genutzt werden. Tageslichtsensoren richten die künstliche Beleuchtung darüber hinaus am natürlichen Lichteinfall aus. Konstantlichtregelung, die sogenannte Maintenance-Funktion, dimmt Leuchten auf den geforderten Wartungswert herunter und spart damit Energie (weitere Informationen im Special „Lichtmanagement“).

Ein Beispiel zeigt das Potenzial der Lichtsteuerung: Wird eine veraltete Bürobeleuchtung mit Standard-Leuchtstofflampen und konventionellen Vorschaltgeräten durch LED-Lösungen ersetzt, sinkt der Energieverbrauch bereits um rund 50 Prozent (siehe Grafik). Kommen Präsenzkontrolle und Tageslichtsteuerung hinzu, lassen sich Einsparungen bis zu 80 Prozent erzielen.

HCL-Konzepte mit biologisch wirksamem Licht

Der Wechsel zu energieeffizienter LED-Beleuchtung und modernen Steuersystemen bietet darüberhinaus heute auch die Möglichkeit einer Beleuchtung, die über visuelle Wirkungen hinausgeht und die Lebensqualität von Menschen entscheidend verbessern kann: Eine Lichtplanung nach dem HCL-Konzept (= Human Centric Lighting) berücksichtigt auch die biologische Wirkung von Licht und setzt den Nutzer und die Bedienung der Beleuchtung in den Mittelpunkt. Nach dem Beispiel des natürlichen Tageslichts unterstützen diese Beleuchtungskonzepte  mit unterschiedlichen Beleuchtungsstärken und dynamisch wechselnden Lichtfarben den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen und tragen in Schule, Büro oder Industrie viel dazu bei, Wohlbefinden und Motivation zu stärken (mehr Infos im Special „Human Centric Lighting“ und im Heft licht.wissen 21).

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