Tageslicht- und präsenzabhängige Steuerung senkt den Stromverbrauch
Bei der Beleuchtung von Gewerbeimmobilien Energie zu sparen, ist erstaunlich einfach: Licht nur dann und in der Menge einschalten, wie es tatsächlich gebraucht wird. Das erreicht eine Tageslicht- und präsenzabhängige Steuerung und spart dabei bares Geld. Denn die künstliche Beleuchtung wird nach Tageslichteinfall und Anwesenheit gedimmt oder abgeschaltet und braucht deutlich weniger Strom.
Nur so viel Licht wie nötig
Kosten sparen darf jedoch nicht zulasten der Beleuchtungsqualität gehen. Die Norm DIN EN 12464-1 und Technischen Regeln ASR A3.4 fordern, dass Arbeitsplätze ausreichend beleuchtet sein müssen. Bei der Bildschirmarbeit ist das zum Beispiel ein Beleuchtungsniveau von mindestens 500 Lux. An einem sonnigen Nachmittag liegt die Beleuchtungsstärke am Fenster weit über dem Bedarf, während in der Raumtiefe der Zielwert kaum erreicht wird. Mit einem Lichtmanagementsystem verbundene Sensoren messen das einfallende Tageslicht. Die Steuerung stimmt die künstliche Beleuchtung ganz automatisch darauf ab und ergänzt lediglich die Differenz zum Sollwert.
Nur, wenn jemand da ist
Auf Verkehrsflächen oder in Räumen, die nicht durchgängig genutzt werden, sind Präsenzmelder eine sinnvolle Ergänzung: Sie erfassen die Anwesenheit von Personen und melden dies dem Lichtmanagementsystem. Es schaltet dann das Licht ein und nach dem Verlassen auch automatisch wieder aus. Alternativ wird die Beleuchtung auf ein niedriges Grundniveau gedimmt. Erst die Vernetzung macht aus verschiedenen Sensoren ein System, das Leuchten einzeln oder in Gruppen dimmt und schaltet. Im Gegensatz zu Bewegungsmeldern reagieren Präsenzsensoren schon auf kleinste Gesten wie bei der Schreibtischarbeit.
Umrüstoptionen im Vergleich
Es gibt Lösungen zur einfachen Nachrüstung. Im Vergleich zu einer Altanlage mit Leuchtstofflampen kann ein Sanierungs-Kit – hier wird das ganze Innere der Leuchte ausgetauscht – in Kombination mit einer Lichtsteuerung den Energieverbrauch um bis zu 75 Prozent reduzieren. Neue Leuchten sind noch etwas effektiver und bringen bis zu 80 Prozent Ersparnis. Wird die gesamte Anlage zusätzlich professionell geplant, sind sogar bis zu 85 Prozent möglich.
Eine neue Beleuchtung ist eine der günstigsten CO2-Vermeidungsstrategien. Sie trägt dazu bei, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes zu erfüllen.