15.04.2026

Wenn Licht Kunst erzählt

Auf der LiLe 2026 steht die Zukunft der Museumsbeleuchtung im Fokus

Öffnen sich Ende Oktober die Türen des Bienenmuseums in Weimar, wird schnell klar: Auf der Tagung Licht und Lebensqualität (LiLe) zur Museumsbeleuchtung geht es nicht nur um Technik. Im Fokus stehen auch Wahrnehmung, Atmosphäre und die Frage, wie wir Kunst überhaupt erleben. Die LiLe bringt am 29. und 30. Oktober 2026 erneut Ausstellungsexperten und Planer zusammen. Veranstalter ist die Lichttechnische Gesellschaft für Lichttechnik und Lichtgestaltung (LiTG).

Zwischen Kunst und Technik: Die neue Bedeutung von Licht
Museen sind längst keine stillen Aufbewahrungsorte mehr und ihre Beleuchtung dient nicht mehr vor allem konservatorischen Zwecken. Vielmehr sind Ausstellungsorte heute auch Erlebnisräume, in denen Licht eine zentrale Rolle spielt – bei der Gestaltung, Wahrnehmungspsychologie, Energieeffizienz und sogar beim Marketing. Die Beleuchtung wirkt sich darauf aus, wie wir ein Kunstwerk sehen und wahrnehmen. Sie lenkt den Blick, kreiert Dramaturgie und beeinflusst Emotionen. Das Licht ist eine Schnittstelle, an der Kunstgeschichte, Architektur, Ingenieurwesen und digitale Technologien aufeinandertreffen.

Was ist „gutes Licht“ – und wer entscheidet das?
Im Zentrum der LiLe 2026 steht die spannende Frage: Was ist eigentlich gutes Licht? Ist es messbar über Normen, wie DIN EN 16163? Oder entsteht Qualität erst im Zusammenspiel von Raum, Objekt und Betrachter? Die Antworten fallen je nach Perspektive unterschiedlich aus: Restauratoren schätzen Schutz und Langlebigkeit. Für Lichtplaner geht es um Präzision, Wirkung und Inszenierung. Und Museumsbetreiber sehen sich neuen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung und den steigenden Erwartungen des Publikums gegenüber. Das Symposium will all diese Perspektiven zusammenbringen und einordnen: mit kurzen Keynotes, Fachvorträgen, Diskussionen und einer Posterausstellung. Die LiLe bleibt mit etwa 100 Plätzen bewusst überschaubar. Sie will Raum schaffen für Gespräche, spontane Ideen und echte Vernetzung.

 

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