Gemeinschaftsraum

Im Gemeinschaftsraum werden soziale Kontakte geknüpft, es wird gegessen, gespielt, gebastelt, Fernsehen geschaut und gefeiert. Dieser multifunktionale Raum muss für jede Tätigkeit das richtige Licht bieten und mit seinem Beleuchtungskonzept ein wohnliches, behagliches Ambiente für Senioren schaffen.


Gemeinschaftsräume spielen in Pflegeheimen eine zentrale Rolle – und müssen eine entsprechend flexible Beleuchtung bieten. Die Allgemeinbeleuchtung im Gemeinschaftsraum sollte dimmbar sein und gemäß VDI- Richtlinie 6008 mindestens 500 Lux in Augenhöhe betragen. Für anspruchsvolle Sehaufgaben, wie Handarbeiten, Basteln oder Lesen, ist eine Zusatzbeleuchtung mit bis zu 1.000 Lux Beleuchtungsstärke nötig.

Wohnliche Raumatmosphäre

Eine indirekte Beleuchtung sorgt für eine angenehme Grundhelligkeit im Raum und sollte durch eine Akzentbeleuchtung ergänzt werden, die auch das räumliche Sehen fördert. Weitere Wand- oder Stehleuchten schaffen „Lichtinseln“, die sich von der Grundhelligkeit abheben und eine wohnliche Raumatmosphäre schaffen. Aufgrund der erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Blendung und der verlangsamten Adaptation der Augen älterer Menschen sollte auf zu starke Helligkeitsunterschiede – beispielsweise durch zu stark gebündeltes Licht oder Schlagschatten – im Gemeinschaftsraum verzichtet werden.

Bereich der Sehaufgabe oder Tätigkeit
(Gemäß VDI-Richtlinie 6008)

Ēm
Lux

UGRL

 Uo

Ra

Tagesaufenthaltsräume  
500220,680

Ēm Lux: Beleuchtungsstärke,UGR: Blendung, Uo: Gleichmäßigkeit, Ra: Farbwiedergabe

HCL stabilisiert Tag-Nacht-Rhythmus

Kranke oder ältere Menschen halten sich meist seltener im Freien auf. Das moderne Beleuchtungskonzept Human Centric Lighting (HCL) kann über das funktionale Licht und die Wohlfühlaspekte hinaus noch weit mehr für die Bewohner von Senioren- und Pflegeeinrichtungen tun – und eine tageslichtähnliche Beleuchtung auch in Innenräumen zur Verfügung stellen: Tagsüber sorgen hohe Beleuchtungsstärken und kaltweißes Licht aus großflächig strahlenden Leuchten für Aktivierung, abends fördern geringere Beleuchtungsstärken und warmweißes Licht aus eher punktuellen Lichtquellen einen ruhigen Schlaf.

Bei Patienten mit Demenzerkrankung kann sich eine dem Tageslicht angepasste Lichtatmosphäre zudem positiv auf die zeitliche Orientierung im Alltag auswirken.

Normen

Das könnte Sie auch interessieren

Zurück