11.03.2026

Neues Licht für die Kfz-Werkstatt

Lichtsanierung macht Arbeitsplätze heller, sicherer und den Betrieb effizienter

Eine gute Beleuchtung ist in jeder Kfz?Werkstatt unverzichtbar. Mechatroniker müssen präzise arbeiten, Schäden erkennen und Farben richtig beurteilen können. In vielen Werkstätten befinden sich jedoch veraltete Beleuchtungsanlagen – oft mit Leuchtstofflampen, die nur noch als Lagerbestände erhältlich sind. Das heißt, für defekte Lampen gibt es bald keinen Ersatz mehr. Eine LED-Lichtsanierung reduziert auf Dauer den Energieverbrauch um bis zu 85 Prozent und spart bares Geld. Zudem sinkt der Wartungsaufwand, weil LED viel länger halten.

Warum sich eine Sanierung lohnt
Moderne LED-Beleuchtung bringt auch deutlich mehr Lichtqualität in die Werkstatt – mit einer gleichmäßigen Ausleuchtung, weniger Schatten und meist besseren Farbwiedergabe. Das erleichtert viele Tätigkeiten, vom Reifenwechsel bis zur Lackkontrolle. Je anspruchsvoller die Sehaufgaben, desto höher sollte die Beleuchtungsstärke sein: Für Reparaturen und Schweißarbeiten fordert die Arbeitsstättennorm DIN EN 12464-1 mindestens 500 Lux. Für Feinarbeiten, Lackieren und Polieren sind es 750 Lux und für Prüfungen sogar 1.000 Lux.

Welche Sanierungswege es gibt
Für die Modernisierung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl – vom einfachen Austausch der Lichtquellen bis zur kompletten Neuplanung. Mit jeder Sanierungsstufe steigt die Effizienz der Anlage.

  • Beim Wechsel der Lampen kommt es darauf an, dass die neuen Lichtquellen für die Schaltungsart der Leuchte geeignet und elektronische Vorschaltgerät kompatibel sind. Ist das nicht der Fall, muss ein Elektroinstallateur ran.
  • Das gesamte Innenleben der Leuchte kann alternativ durch ein Sanierungskit ersetzt werden.
  • Leuchten vollständig auszutauschen, ist die sicherste Lösung, weil alle Komponenten optimal zusammenpassen.
  • Mit Unterstützung eines Lichtplaners lässt sich noch ein Quäntchen mehr Effizienz erzielen. Oft kann nämlich bei guter Planung auf die eine oder andere Leuchte verzichtet und dennoch beste Lichtqualität erreicht werden.

Eine elektronische Steuerung der Beleuchtungsanlage bringt in der Regel noch einmal eine deutlich höhere Energieeffizienz. Wie hoch das Einsparpotenzial sein kann, lässt sich mit der Checkliste von licht.de ermitteln.

Chemische Stoffe können LED schädigen
In Werkstätten können chemisch aktive Stoffe in der Luft sein – zum Beispiel Schwefelverbindungen, Öldämpfe oder Lösungsmittel. Bei früheren Lichtquellen spielte das kaum eine Rolle. LED können jedoch davon angegriffen werden. Deshalb sollte vor der Sanierung geprüft werden, welche Stoffe in der Werkstatt vorkommen und ob die geplanten Leuchten dafür geeignet sind. Viele Hersteller bieten spezielle, besonders resistente Modelle an: etwa mit höherer Schutzart für Waschhallen (mindestens IP 65) oder explosionsgeschützte Leuchten für Lackierbereiche.

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